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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 10. [11.?] 1892
Herzl, Theodor
Paris
Empfang: 12. 11. 1892
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 39
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 2 Seiten, 1.403 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift datiert »92, Ende od Anf 93«
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »6«
Veröffentlichung 1
10. 10. 1892. In: Theodor Herzl: Briefe und autobiographische Notizen 1866–1895. Bearbeitet von Johannes Wachten in Zusammenarbeit mit Chaya Harel, Daisy Tycho und Manfred Winkler. Berlin, Frankfurt am Main, Wien: Propyläen 1983, S. 502 (Briefe und Tagebücher. Herausgegeben von Alex Bein, Hermann Greive, Moshe Schaerf, Julius H. Schoeps, Johannes Wachten, 1).

Textqualität

Diese Abschrift wurde noch nicht ausreichend mit dem Original abgeglichen. Sie sollte derzeit nicht – oder nur durch eigenen Abgleich mit dem Faksimile, falls vorliegend – als Zitatvorlage dienen.

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Theodor Herzl an Arthur Schnitzler, 10. [11.?] 1892. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03825.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03825«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03825.html |titel=Theodor Herzl an Arthur Schnitzler, 10. [11.?] 1892 |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1892-11-10 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Donnerstag, 10. 11. 1892

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Theodor Herzl an Arthur Schnitzler, 10. [11.?] 1892

Dr Th. Herzl

Lieber Dr Schnitzler,

Sie müssen mich schon für sehr ungezogen gehalten haben, und ich war nur beschäftigt.
Besten Dank für die Uebersendung Ihres Buches. Ich wollte Ihnen erst schreiben, nachdem ich es ausgelesen hätte. Gestern hab ich es angefangen und bisher drei Stücke gelesen. Inzwischen ist mir der sybaritische Einfall gekommen, in den seltenen halben Stunden, wo ich zum Träumeln Zeit habe, immer nur eins Ihrer Stückchen zu lesen. So wart ich also nicht, bis ich zu Ende bin, um Ihnen zu danken.
Die erste Geschichte (Frage an das |Schicksal) finde ich sehr gelungen. Ich kannte sie schon – woher nur? Aus der Brünner Monatsschrift (die man Leichtes Tuch nennen könnte) oder anderswoher?
In der zweiten, die mir zu lang ausgesponnen scheint, erwartete ich eine andere weiberkundigere Pointe. Die Frau erfährt, dass das »Mädl« nichts Anderes auf der Welt hat, als den Anatol – darum nimmt sie ihr ihn weg. Heh?
Ich habe nicht Zeit genug, Ihnen alles Gute zu sagen, was ich über die dritte Episode denke.
Wer ist Loris? Auch Sie? Jedenfalls sind diese paar Verse zum Küssen. Schreiben Sie mir, wer Loris ist. Ergreifen Sie überhaupt Ihre gute Feder von Toledo und erzählen Sie mir, was Wien en l’an de grâce 1892 ist. Recht ausführlich, denn Sie haben Zeit, Sie vielleicht Glücklicher.
Ich grüsse Sie recht herzlich und ergeben
Ihr
Herzl
10/X 92
Erzählen Sie mir was es in Kunst u. Zeitung in Wien gibt. Ich kenne Alles nur aus den Journalen
    Bildrechte © University Library, Cambridge