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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 23. 12. 1900
Herzl, Theodor
Wien
Empfang: [23. 12. 1900 – 26. 12. 1900?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 39
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 2 Seiten, 1.612 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »56«
Veröffentlichung 1
Theodor Herzl: Briefe Ende August 1900 – Ende Dezember 1902. Bearbeitet von Barbara Schäfer in Zusammenarbeit mit Sofia Gelmann, Chaya Harel und Ines Rubin. Berlin, Frankfurt am Main, Wien: Propyläen 1993, S. 124–125 (Briefe und Tagebücher. Herausgegeben von Alex Bein, Hermann Greive, Moshe Schaerf, Julius H. Schoeps, Johannes Wachten, 6).

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Theodor Herzl an Arthur Schnitzler, 23. 12. 1900. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03877.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03877«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03877.html |titel=Theodor Herzl an Arthur Schnitzler, 23. 12. 1900 |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1900-12-23 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Sonntag, 23. 12. 1900

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Theodor Herzl an Arthur Schnitzler, 23. 12. 1900

|Neue Freie Presse. Privatbrief
Redaction:
Wien 23 XII 900

Lieber Doctor,

gestern hatte ich Schreibtag, kam erst Nachts ins Bureau, wo ich Ihren Brief fand.
Dass wir Ihre Novelle nicht ins Weihnachtsblatt bringen können, entdeckten wir, wie wunderlich Ihnen das auch scheinen mag, erst an dem Tage wo ich Ihnen schrieb – Donnerstag oder Freitag. Ich setzte mich gleich hin, um Ihnen diese unangenehme Mittheilung zu machen, nachdem Benedikt aus der Setzerei gekommen war u. es mir gesagt hatte. Eine unfreundliche Absicht hatte dabei weder er noch ich, wozu hätten wir Sie sonst aufgefordert? Es war vielmehr beschlossen, dass Ihre Novelle in der Weihnachtsbeilage unterm Strich kommen u. weiterlaufen ich glaube, unter den Annonceblättern weiter so wie die Fachblätter, muss aber gestehen, dass ich darüber nicht ganz genau unterrichtet wurde; es geht mich auch nichts an. sollte. Diese technischen |Details werden Sie nicht interessiren. Genug, das Wegbleiben Ihrer Arbeit hat rein typographische Gründe. Wir hätten nicht einen, sondern alle anderen Beiträge weglassen müssen.
Für die Weihnachtsbeilage mussten wir also auf Ihre Novelle verzichten. Ihrem Wunsch, die Novelle nur in einem Stück, nicht in Fortsetzungen erscheinen zu lassen, werde ich mit den Herausgebern besprechen u. werde mich bemühen, sie zur Einlegung eines Blattes zu bewegen, u. zw. so bald als möglich. Sie werden meine Antwort in den nächsten Tagen haben.
Ich wundere mich nur, dass Sie diese Sache so übel aufnehmen, nachdem Ihnen die N Fr Presse doch wiederholte und genügende Beweise einer freundlichen Gesinnung gegeben hat. Von mir persönlich will ich da gar nicht sprechen.
Mit bestem Gruß
Ihr ergebener
Herzl
    Bildrechte © University Library, Cambridge