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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 19. 9. 1893
Schnitzler, Arthur; Goldmann, Paul
Salzburg
Übermittlung: 19. 9. 1893
Salzburg
Empfang: [20. 9. 1893 – 24. 9. 1893?]
Herzl, Theodor
Baden bei Wien
Textzeuge 1
Signatur ISR, Jerusalem, Central Zionist Archives, H1:1926-9
Typ Brief
Beschreibung 3 Blätter, 4 Seiten, Kuvert, 1.313 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Versand Stempel 1:
Ordnung 1) mit Bleistift von unbekannter Hand innerhalb das Konvoluts paginiert: »33«–»34«
2) mit Bleistift von unbekannter Hand bei der Datumsangabe ergänzt: »[1893]«

Textqualität

Diese Abschrift wurde noch nicht ausreichend mit dem Original abgeglichen. Sie sollte derzeit nicht – oder nur durch eigenen Abgleich mit dem Faksimile, falls vorliegend – als Zitatvorlage dienen.

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Theodor Herzl, 19. 9. 1893. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03905.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03905«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03905.html |titel=Arthur Schnitzler an Theodor Herzl, 19. 9. 1893 |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1893-09-19 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Dienstag, 19. 9. 1893

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Schnitzler/Bahr
Wiener Schnitzler
Weiteres

Arthur Schnitzler an Theodor Herzl, 19. 9. 1893

|Herrn Doctor Theodor Herzl

|Salzburg den 19. September

Mein verehrtes Freund,

ich will Sie noch, bevor ich die Freude habe, Sie in Baden zu sprechen, von hier aus aufs allerherzlichste grüßen. Sie errathen bereits, dass ich hier mit Paul Goldmann zusammen getroffen bin, und zweifeln auch gewiss nicht daran, dass es vom Augen|blick meiner Ankunft an bis heute morgen, – Tag der Abreise – ununterbrochen geregnet hat. So konnten wir kaum aus der Stadt heraus, und haben in Kaffehäusern und in den Straßen die letzten 2 oder 3 Jahre durchgeplaudert. Es war sehr schön. Gestern hab ich auch, die Intimität benützend, über Pauls Schulter weg, Ihren Brief an ihn gelesen – |und kann nun nicht weiterschreiben, weil man1 neben mir ununterbrochen das Intermezzo pfeift und dreinredet.
Auf baldiges Wiedersehen
herzlich Ihr ArthSchnitzler

|[handschriftlich Paul Goldmann:] Lieber Freund!

Ich danke Ihnen für Ihren ssehr schönen Brief, auf den ich heute nicht antworte, weil ich heut zu dumm bin. Dies soll nur eine Empfangsbestätigung und ein Gruß sein. Arthur Schnitzler hat das Versprechen, Ihnen keinen geistreichen Brief zu schreiben, in niedrigster Weise gebrochen. Ich kann also erst recht nicht schreiben, weil ich nicht abstehen mag. Glückliche Heimreise also! Geben Sie mir einen coup de téléphone bei der Ankunft.
Herzlichst Ihr
Paul Goldmann
  1. 1 Man = Paul Goldmann
Bildrechte © Central Zionist Archives, Jerusalem