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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 28. 9. 1893
Schnitzler, Arthur
Wien
Empfang: [28. 9. 1893 – 1. 10. 1893?]
Herzl, Theodor
Wien
Textzeuge 1
Signatur ISR, Jerusalem, Central Zionist Archives, H1:1924-11
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.251 Zeichen (Briefpapier mit Trauerrand)
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand innerhalb das Konvoluts paginiert: »35«–»36«
Veröffentlichung 1
2. [10.] 93. In: Arthur Schnitzler: Briefe 1875–1912. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1981, S. 213–214.

Textqualität

Diese Abschrift wurde noch nicht ausreichend mit dem Original abgeglichen. Sie sollte derzeit nicht – oder nur durch eigenen Abgleich mit dem Faksimile, falls vorliegend – als Zitatvorlage dienen.

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Theodor Herzl, 28. 9. 1893. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03906.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03906«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Donnerstag, 28. 9. 1893

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Weiteres

Arthur Schnitzler an Theodor Herzl, 28. 9. 1893

|28. 9. 93

Verehrter Freund!

mit ½ 11 war ich gestern Abend im Meissl u Schadn; man hatte mir, resp. meiner Mama nicht telephonirt, wer mich hinbestellt hatte; und so glaubte ich, da ich bekanntlich ein beschäftigter praktischer Arzt bin, dass es sich um einen Patienten handle. Es wurde nun in allen Stöcken durch Portier, |Zimmerkellner u. Stubenmädchen herumgefragt, wer denn krank sei; – es meldete sich schließlich die Nummer 19, die aber von mir nichts wissen wollte. Ich ging schwer gekränktens davon, dachte an das Bubenstück irgend eines Neiders. Komm ins Griensteidl. Wie ich, so gegen vier, im Weggehn bin, erzählt mir der Heinrich, Sie wären da gewesen, u er |hätte Ihre Post durch einen Burschen an den Burgring telephoniren lassen. Auf diesem Wege ist nun nichts geringeres als Ihr Name in Verlust gerathen. –
Dieser einfachen Geschichte hab ich nur mehr hinzuzusetzen, dass ich untröstlich bin, aber dennoch hoffe, Sie vor Ihrer Abreise noch zu sehn? – So gegen |eilf bin ich wohl alle Abende im Griensteidl, was ich Ihnen für den Fall eines Theaterbesuchs mittheile, Samstag geh’ ich zur Sündfluth.
– Also auf Wiedersehen! Empfehlen Sie mich zutiefst Ihrer w. Frau Gemahlin und allen übrigen Mitgliedern Ihrer liebenswürdigen Familie.
Herzlichen Gruss
Ihr getreuer ArthurSchnitzler
    Bildrechte © Central Zionist Archives, Jerusalem