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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 6. 4. 1895
Schnitzler, Arthur
Wien
Empfang: Herzl, Theodor
Wien
Textzeuge 1
Signatur ISR, Jerusalem, Central Zionist Archives, H1:1925-11
Typ
Beschreibung  Blätter,  Seiten
Handschrift , deutsche Kurrentschrift
Veröffentlichung 1
Arthur Schnitzler: Briefe 1875–1912. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1981, S. 255–256.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Theodor Herzl, 6. 4. 1895. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03926.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03926«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Samstag, 6. 4. 1895

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Gedruckte Briefwechsel

Adele Sandrock an Arthur Schnitzler, 6.4.1895

Quelle: Renate Wagner (Hg.): Dilly. Geschichte einer Liebe in Briefen, Bildern und Dokumenten. Wien/München: Amalthea 1975.

Weiteres

Arthur Schnitzler an Theodor Herzl, 6. 4. 1895

|6. 4. 95.

Lieber Freund!

den Brief an M. G. habe ich in der gewünschten Weise abgesandt. Was die andern anbelangt, so erlauben Sie mir Ihnen etwas zu sagen.
Herr S. Fischer ist augenblicklich in Wiesbaden und es scheint, dass irgendwelche Geschöpfe seines Verlags die an ihn gelangenden Sendungen öffnen. Außerdem ist er nicht |der Mann meines Vertrauens – ich könnte es vor allem nicht verantworten, ihm eines Freundes Brief zur Verwahrung zu übergeben, sondern würde es vorziehn, den Brief in einer Abschrift an ihn gelangen. zu lassen. Auch erwarte ich nichts von seiner Discretion – er wird wahrscheinlich auf die Vermuthung kommen, dass |ich der Verfasser des Stückes sei und nicht ermangeln, im Fall Blumenthal das Stück abholen läßt, ihm das unter dem Siegel der Verschwiegenheit mitzutheilen (und manches andere auch.). Für alle Fälle aber ist eine Spur gegeben, was Sie ja vermeiden wollen. In Verlag nehmen wird er das Stück ganz bestimmt, wenn man ihm im vorhinein die Druckkosten (über-)zahlt – |und ganz bestimmt nicht, wenn man das nicht thut – meine Verbindung mit ihm nützt da gar nichts; er macht’s mir genau so. Dafür dass »Sterben« als Buch bei ihm erschienen ist, – habe ich es ihm für die Zeitschrift »Freie Bühne« – schenken müssen. Das »Märchen« wollte er mir gegen Erlag der Druckkosten nehmen. Ueber mein neues |Stück will er erst nach der Première mit mir verhandeln.– Ich sage nicht, daß S. Fischer schlechter ist als die andern – aber er ist nicht besser. Ich rathe daher durchaus nicht von ihm ab, sondern will nur einen andern Weg vorschlagen. Ist es Ihnen recht, so mache ich diese Sache wieder durch Schick indem ich nämlich im Schnabel’s |eigenen Namen an Fischer schreiben und die Antwort an Schick’s Adresse gelangen lasse. – Ich erwarte jedenfalls Ihre Meinungsäußerung; Zeitverlust ist keiner dabei, da von S. Fischer selbst jetzt keineswegs was erledigt wird. Um jedes Misverständniss vorzubeugen: ich schreibe natürlich mit dem größten Vergnügen auch |persönlich, d. h. in meinem Namen an Fischer, gebe nur zu bedeken, dasich für seine Discretion mich absolut nicht verbürgen möchte.
Viele herzliche Grüße von Ihrem
treu ergebnen
ArthSch
    Bildrechte © Central Zionist Archives, Jerusalem