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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 30. 6. 1895
Schnitzler, Arthur
Wien
Empfang: Herzl, Theodor
Wien
Textzeuge 1
Signatur ISR, Jerusalem, Central Zionist Archives, H1:1925-17
Typ
Beschreibung  Blätter,  Seiten
Handschrift , deutsche Kurrentschrift
Veröffentlichung 1
Arthur Schnitzler: Briefe 1875–1912. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1981, S. 263–264.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Theodor Herzl, 30. 6. 1895. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03932.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03932«.

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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Sonntag, 30. 6. 1895

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Kalliope Verbundkatalog
Weiteres

Arthur Schnitzler an Theodor Herzl, 30. 6. 1895

|Wien 30. 6. 95.

Lieber Freund!

die wunderschöne Stimmung, von der Ihr Gedankenleben jetzt erfüllt und welche in Ihrem Brief an mich überströmt ist, freut mich um Ihres und um Ihres Werkes willen. Was ist es? Wieder ein Stück? Wollen Sie mir auch das erssagen, wenn wir uns, wie ich ja mit Sicherheit erwarten darf, im Sommer treffen? |Ich will Ihnen gleich mittheilen, dass ich etwa Mitte Juli nach Ischl komme, nacher will ich mir die böhmischen Bäder ansehen, die ich noch nicht kenne. Sie erfahren noch ausführlicheres über meine Adresse; nach Wiennnen Sie mir immer schreiben, da mir die Briefe nachgeschickt werden.
Ich selbst hoffe über den Sommer mit einem Stück zu Ende zu kommen, |von dem ein halber Akt fertig ist, dessen Plan aber bis ins Detail daliegt. Auch kleineres hoffe ich zuwege zu bringen.
Wie kommt es, dass die Prager Entscheidung so lang warten läßt? Haben Sie Hoffnung? –
Bleiben Sie, mein lieber Freund, in Ihrer schaffensfreudigen Laune und lassen Sie mich bald wieder so gutes wie diesmal von Ihnen vernehmen. Wie |schön ist es doch um unsre Kunst, solang wir mit ihr allein bleiben und nicht das stechende Verlangen spüren, die ganze Welt zu Zeugen unsrer Umarmungen zu machen. – Zuerst Flammen, Einsamkeit und Begeisterrung – dann – Agenten, Verleger, Wanzen, Publicum. –
Leben Sie wohl und seien Sie vielmals herzlichst gegrüßt
Ihr treu ergebner ArthSch
    Bildrechte © Central Zionist Archives, Jerusalem