Verehrte gnädige Frau.
Ihr sehr ergebener
Verehrte gnädige Frau.
Scenarium des »Medardus« ↑ Die Beilage des Briefes ist nicht mit diesem überliefert. Schnitzler vermerkte für den 16. 6. 1911 im Tagebuch die Arbeit am Szenarium und für den 20. 6. 1911 dessen Absenden an Berta Zuckerkandl. Ein Exemplar ist im Nachlas Schnitzlers in der Cambridge University Library (A 94) erhalten. Es ist getippt und enthält zusätzlich zum Titelblatt 35 Seiten. Siehe Arthur Schnitzler: Mikrofilme, 1428195_0004.
Bemerkung ↑ Es handelt sich um einen handschriftlich mit »Zusatz« überschriebenen Teil, der auf S. 34 und 35 des Szenariums zu finden ist: »Obwohl ich mir bewusst bin durch die Wahl des Namens Valois für die Herzogsfamilie im ›Jungen Medardus‹ gegen die historische Wahrheit im höheren Sinn↓,↓ gegen den Geist der Geschichte ↓mich↓ nicht vergangen ↓zu↓ und keineswegs die Grenzen überschritten ↓zu↓ habe↓n↓, die dem Dichter einer dramatischen Historie bei der Verwendung geschichtlicher Fakten und Namen gesetzt werden müssen, so stelle ich es doch, um wohlfeilen Erinnerungen der Kritik zuvorzukommen dem französischen Uebersetzer meines Stückes anheim den Namen Valois durch irgend einen andern, meinetwegen selbst erfundenen Aristokratennamen zu ersetzen. Wird eine entferntere ↓(↓vielleicht gar illegitime↓)↓ Verwandtschaft der in Wien lebenden Emigrantenfamilie zu dem bourbinischen Königshaus supponiert als in meinem Text, so tritt das Närrische im Wesen des Herzogs, das phantastische in dem der Prinzessin am Ende gar zum Vorteil der theatralischen Wirkung noch stärker in der Erscheinung als in der jetzt vorliegenden Fassung.« Arthur Schnitzler: Mikrofilme, 1428195_0038.
schreibe an den Verlag ↑ Brief nicht erhalten.
Wien ↑ Aus dem Tagebuch-Eintrag zum 20. 6. 1911 geht hervor, dass Schnitzler den vorliegenden Brief nicht nach Wien sondern nach Paris sandte, wohin Zuckerkandl am 17. 6. 1911 (vgl. Berta Zuckerkandl an Arthur Schnitzler, [13. 6. 1911?]) abgereist sein dürfte.
Bei Fragen, Anmerkungen, Kritik, aber gerne auch Lob, kontaktieren Sie bitte Martin Anton Müller.
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| Versand: | 20. 6. 1911 Schnitzler, Arthur Wien |
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|---|---|---|
| Empfang: | 22. 6. 1911 Zuckerkandl, Berta Paris |
| Signatur | D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, HS.1985.1.2282 |
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| Typ | Brief |
| Beschreibung | Durchschlag, 1 Blatt, 2 Seiten, 937 Zeichen |
| Herstellung | Schreibmaschine |
| Handschrift | Bleistift, deutsche Kurrentschrift (Monats- und Jahresangabe beim Datum: » Juni 1911 .«, Korrekturen) |
| Handschrift Arthur Schnitzler | roter Buntstift, lateinische Kurrentschrift (Vermerk: » Zuckerkandl « und » Frankreich «, vier Unterstreichungen) |
Eine zitierfähige Angabe dieser Seite lautet:
Arthur Schnitzler an Berta Zuckerkandl, 20. 6. 1911. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03950.html (Abfrage 27. 2. 2026)
Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03950«.
Für Belege in der Wikipedia kann diese Vorlage benutzt werden:
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03950.html |titel=Arthur Schnitzler an Berta Zuckerkandl, 20. 6. 1911 |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton
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Arthur Schnitzler an Julius Kapp, 20. 6. 1911
Quelle: Arthur Schnitzler: Briefe 1875–1912. Hrsg. v. Therese Nickl u. Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1981.