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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 18. 4. 1911
Schnitzler, Arthur
Menton
Empfang: [19. 4. 1911 – 23. 4. 1911?]
Zuckerkandl, Berta
Wien
Textzeuge 1
Signatur A, Wien, Österreichische Nationalbibliothek, 405/B78/1 LIT MAG
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.760 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, lateinische Kurrentschrift

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Berta Zuckerkandl, 18. 4. 1911. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03981.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03981«.

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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Dienstag, 18. 4. 1911

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Arthur Schnitzler an Berta Zuckerkandl, 18. 4. 1911

18. 4. 1911.

Verehrte gnädige Frau,

ich danke Ihnen sehr für Ihren Brief. Medardus hab ich für Frankreich noch nicht vergeben – und wenn Sie glauben etwas damit & dafür thun zu können, so werde ich höchst einverstanden sein. Nur theil ich Ihre Hoffnungen vorläufig gar nicht – wobei ich von meinen bisherigen Erfahrungen in Frankreich ganz absehen will. Speziell aber der Medardus – welcher französische Director wird sich dieser Mühe unterziehen? Antoine?? Er hat von mir schon zwei Einacter aufgeführt: Gefährtin & Kakadu, |mit gutem aber nicht dauernden Erfolge, der Cyclus Lebendige Stunden (übersetzt von Rémon u Mme Valentin) liegt seit etwa 6 Jahren angenommen bei ihm, aber er denkt nicht daran die Sachen aufzuführen. Nach einem Brief von Lugne Poë an mich (anläßlich »Liebelei« für die sich er und seine Frau (derer Name mir in diesem Moment absolut nicht einfallen will) interessirt haben, stehen jetzt die Chancen für deutsche Dichter recht übel in Frankreich.
– Nachdem ich Ihnen auf diese Weise, verehrte gnädige Frau, den zu einem solchen Unternehmen nöthigen Muth eingeflößt habe, kann ich nur wiederholen –: wenn Sie es wagen wollen –
|Jedenfalls werde ich bitten, in Wien (wo ich Anfang Mai zu sein hoffe) persönlich über diese, und auch die »Weite Land«-Angelegenheit sprechen zu dürfen. Dieses Stück scheint mir nach den internationalen Seite mehr zu versprechen als der Medardus. Man ist sowohl von England als von Frankreich her (ohne es zu kennen) wegen dieses Stücks an mich herangetreten, ich habe mich aber noch nicht gebunden. –
Ihr Interesse, verehrte gnädige Frau, für meine Arbeiten ist mir in jedem Falle sehr erfreu|lich; ich darf wohl fernere Nachrichten von Ihnen erwarten.
mit wiederholtem Dank und der Versicherung meiner aufrichtigen Hochachtung
Ihr sehr ergebener
ArthurSchnitzler
    Bildrechte © Österreichische Nationalbibliothek, Wien