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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 31. 10. 1925
Schnitzler, Arthur
Wien
Empfang: [1. 11. 1925 – 5. 11. 1925?]
Zuckerkandl, Berta
Paris
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, HS.1985.1.2282
Typ Brief
Beschreibung Durchschlag, 1 Blatt, 2 Seiten, 2.319 Zeichen
Herstellung Schreibmaschine
Handschrift roter Buntstift, lateinische Kurrentschrift (beschriftet: » Zuckerkandl « und » Frankreich «, elf Unterstreichungen)

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Berta Zuckerkandl, 31. 10. 1925. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03961.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03961«.

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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Samstag, 31. 10. 1925

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Schnitzler – S. Fischer
Gedruckte Briefwechsel

Arthur Schnitzler an Samuel Fischer, 31.10.1925

Quelle: Samuel Fischer, Hedwig Fischer: Briefwechsel mit Autoren. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main: 1989. (nur Korrespondenz mit Arthur Schnitzler)

Kalliope Verbundkatalog
Weiteres

Arthur Schnitzler an Berta Zuckerkandl, 31. 10. 1925

|31. 10. 1925.

Liebe und verehrte Frau Hofrätin.

Offenbar ist ein Brief von mir verloren gegangen, denn der vom 28. d., in dem Sie annehmen, dass unsere Briefe sich gekreuzt hätten, ist der erste, den ich seit Monaten von Ihnen erhalte. So erfahre ich auch erst heute, dass Gemier nun doch das »Weite Land« und nicht die »Liebelei« spielen will. Aber wenn er auch dazu keine besondere Lust haben sollte, so wäre es mir lieber, er liesse auch davon die Hand; ich bin in keinen Weise aufführungshungrig, wie Sie wissen liebe Frau Hofrätin. Dass man verpflichtet ist auf die Rückgabe eines Manuscriptes zu verzichten, auch wenn der Direktor, dem man es vorgelegt hat, von der Aufführung absieht, diese Annahme ist eine jener direktorialen Ueberheblichkeiten, über die Sie wohl eines Sinnes mit mir sind. Ich sende Ihnen mit gleicher Post ein anderes Exemplar und es wird mich freuen, wenn Jouvet es spielen wollte.
Als Einakter dazu käme, wie wir ja schon besprochen, die »Literatur« in Betracht, die ja Rémon übersetzt hat.
Wenn Sie es für richtig halten, liebe Frau Hofrätin, werde ich Rémon gern die Uebersetzung von »Fräulein Else« anvertrauen; aber wir sollten es doch nicht ohne Forderung eines Vorschusses tun, den natürlich der Verleger zahlen müsste. Kein französischer Verleger und kein französischer Autor von Rang erteil die Autorisation zur Uebersetzung eines seiner Werke (besonders eines, das erfolgreich war), ohne eine Sicherstellung und zwar werden Beträge von 5–10.000 Francs ver|langt. Auf die Höhe der Summe käme es mir nun weniger an, aber der Verleger müsste doch zum mindesten durch dem Erlag eines mehr oder minder angemessenen Betrages seinen guten Willen dokumentieren.
Die französische Uebersetzung des »Kakadu« von Lutz und Etienne (Epstein) ist nie gedruckt worden. Dass die Autorisation, zum mindesten die alleinige Autorisation für diese französische Uebersetzung längst abgelaufen, wie alle Autorisationen, die vor dem Krieg erteilt worden sind, haben wir schon seinerzeit konstatiert. Für alle Fälle lasse ich an Rémon ein deutsches Bühnenexemplar des »Kakadu« senden.
Verfügen Sie, liebe Freundin, in jeder Hinsicht, wie es Ihnen richtig dünkt. .  Sie wissen, wie dankbar ich Ihnen für alle Ihre Bemühungen bin. Ich freue mich sehr Sie so bald wiederzusehen.
Mit den herzlichsten Grüssen
Ihr
 
Frau Hofrätin Berta Zuckerkandl,
Paris.
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar