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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 8. 8. 1929
Schnitzler, Arthur
Wien
Empfang: [8. 8. 1929 – 11. 8. 1929?]
Zuckerkandl, Berta
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, HS.1985.1.2282
Typ Brief
Beschreibung Durchschlag, 1 Blatt, 2 Seiten, 2.141 Zeichen
Herstellung Schreibmaschine
Handschrift roter Buntstift, lateinische Kurrentschrift (beschriftet: » Zuckerkandl «, » Reigen « und » Frankreich «, vier Unterstreichungen)

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Berta Zuckerkandl, 8. 8. 1929. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03977.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03977«.

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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Donnerstag, 8. 8. 1929

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Tagebuch
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Pollaczek: Schnitzler und ich
Wiener Schnitzler
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Arthur Schnitzler an Berta Zuckerkandl, 8. 8. 1929

|8. 8. 1929.

Liebe und verehrte Frau Hofrätin.

Herr Maurice Rémon hat sich neuerdings wegen der »Ronde« resp. einer Aufführung im Theater Albert Premier an mich gewandt unter Beischluss eines Briefes von Herrn Mauget, den ich wieder an ihn wieder zurücksenden musste. In diesem Brief ist sogar schon die eventuelle Generalprobe auf den 16. November angesetzt. Herr Rémon hat mich um Ihre Adresse gebeten, liebe Freundin, und wird sich jedesfalls direkt mit Ihnen in Verbindung setzen. Meiner Ansicht nach könnte man der Angelegenheit nur unter der Voraussetzung einer angemessenen Vorschusssumme näher treten; aber wenn Sie es für richtig finden und weiter auf Antoine bauen, so bin ich auch einverstanden den Antrag Mauget-Rémon endgültig abzulehnen.. Für alle Fälle aber sollte man, denke ich, den Rémon’schen Antrag zum Zwecke einer hier doch wohl erlaubten höflichen Pression auf die anderen Bewerber benützen. Ich schreibe Rémon, dass ich mich in dieser Sache, wie selbstverständlich vollkommen Ihrer Führung und Ihrem Rate anvertraue. Auf welche Weise könnten wir denn in den Besitz einer Abschrift des »Weiten Land« in französischer Sprache gelangen? Wo ist ein, resp. das Exemplar? Mme. Clauser möchte sich, wie Sie ja wohl wissen, bei Mme. Marnac entweder für »Zwischenspiel« (Rémon) oder »Weites Land« bemühen.
Von Alzir Hélla habe ich wohl endlich die Revue des vivants mit der Uebersetzung des »Tod des Junggesellen«, sowie die Mitteilung vom Erscheinen der »Beate« in Buchform erhalten, aber kein Honorar. Wir müssen also (85:15) weiter |darben.
Ich hoffe, Gastein tut Ihnen gut und Sie kommen so gesund als möglich nach Wien zurück. Ich selbst bin, wie Sie merken, noch immer da, vielleicht kommt mein Sohn noch einmal und wahrscheinlich werde ich erst gegen den 20. d.in die französische Schweiz fahren; vollkommen feststehend ist es noch nicht. Von Frau Trude, mit der ich heute morgens telefoniert habe, habe ich das Allerbeste über Ihr und der Ihrigen Befinden gehört. Frau Trude verdanke ich auch Ihre Adresse, die mir entfallen war.
Herzlichste Grüsse und die allerbesten Sommerwünsche, freundschaftlichst wie immer Der Ihre
 
Frau Hofrätin Bertha Zuckerkandl,
Bad Gastein
Gruber-Haus.
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar