Einstellungen

Ansicht
Faksimile
Bilder neben dem Text
Textkritik
Textkritische Zeichen
Langes-s (ſ)
Gemination m (m̅)
Gemination n (n̅)
Streichung
Hinzufügung
Markierung von Entitäten
Alle Markierungen
Personen
Werke
Orte
Institutionen
Ereignisse

Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: [23. 6. 1911?]
Zuckerkandl, Berta
Paris
Empfang: [24. 6. 1911 – 28. 6. 1911?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 200
Typ Brief
Beschreibung 2 Blätter, 7 Seiten, 1.546 Zeichen (Absendeadresse »84 rue de longchamp« auch auf dem zweiten Briefbogen)
Handschrift schwarze Tinte, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift beschriftet: »Zuckerkandl«

Textqualität

Diese Abschrift wurde noch nicht ausreichend mit dem Original abgeglichen. Sie sollte derzeit nicht – oder nur durch eigenen Abgleich mit dem Faksimile, falls vorliegend – als Zitatvorlage dienen.

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Berta Zuckerkandl an Arthur Schnitzler, [23. 6. 1911?]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03995.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03995«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03995.html |titel=Berta Zuckerkandl an Arthur Schnitzler, [23. 6. 1911?] |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1911-06-23 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Freitag, 23. 6. 1911

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Berta Zuckerkandl an Arthur Schnitzler, [23. 6. 1911?]

Verehrter Herr Doktor!

Gestern Donnerstag ist Ihr Scenario gekommen. Wofür ich herzlichst danke. Es ist ausgezeichnet gemacht – u ich beginne heute mit der Übersetzung.
Für meine Unterre|dung mit den Direktoren Herz und Coquelin kam es zu spät. Wieder alles Erwarten – da doch in Paris Alles so lange dauert – erhielt ich am Mittwoch Früh von der Porte St. Martin die Verständigung dass die Direktoren mich bitten Mittwoch Nachmittag sie |zu besuchen. Ich hatte zum  Glück zur Vorsicht – einen langen Auszug aus dem Medardus auf der Reise französisch geschrieben. Rasch diktirte ich dies in einem Schreib-Maschin-Bureau ab – und um 5 Uhr war ich bei Herz & Coquelin – begleitet von Dr |Frischauer. Herz ist ein Homme d’affaire pur – der literarisch nicht viel weiss. Coquelin dagegen wusste Manches vom Medardus. Ich wurde gebeten meine Inhalts-Angabe dort zu lassen. Aber ich gab mündlich eine Schilderung die wie mir Dr Frischauer dann sagte – riesig inter|ressirte. Besonders die Pretendenten-Geschichte finden die Herrn für Paris höchst erwünscht. Meine Unterredung hatte wie es sich zeigte so rasch stattfinden müssen, weil Herz & Coquelin heute |verreisen. Sie baten mich das von Ihnen zu sendende Scenarium möglichst rasch zu übersetzen – & an eine mir angegebene Adresse zu senden. Dann erst werden wir etwas wissen. Es ist möglich dass ich im August von |der Schweiz wieder zu den Herrn kommen muss. Jedenfalls war die Anknüpfung günstig. Mehr kann ich nicht sagen.
Einige Détails noch morgen oder übermorgen – da ich heute rasch schliessen muss.
Ihnen u Ihrer Frau herzliche Grüsse.
Ihre Berta Zuckerkandl
    Bildrechte © University Library, Cambridge