|Gustav Schwarzkopf

|Lieber Gustav, da ich mir die N. R. nachschicken lasse, weiss ich was Sie über Zacconi denken – aber sonst nichts von Ihnen. Dem helfen Sie gelegentlich durch ein Anzahl an Zeilen ab; nicht wahr? »Reiseberichte« von mir erwarten Sie nicht, wie ich mir denke; wenn man bedenkt: wozu ich zehn Briefbogen bräuchte, das läßt sich in Wien erzählen – zwischen dem Entschluß aus dem Kaffeehaus nach Haus zu gehen und dessen Ausführung. – Im ganzen bin ich über zwei Dinge recht froh: dass ich nicht in Wien bin – und dass ich in Paris bin. – Ach . . .  Ahnen Sie, wie geldgierig dieser Seufzer ist? –
Herzliche Grüße!
Ihr Arthur Sch.
Paris 26/4 97
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