Einstellungen

Ansicht
Faksimile
Bilder neben dem Text
Textkritik
Textkritische Zeichen
Langes-s (ſ)
Gemination m (m̅)
Gemination n (n̅)
Streichung
Hinzufügung
Markierung von Entitäten
Alle Markierungen
Personen
Werke
Orte
Institutionen
Ereignisse

Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 29. 1. 1900
Sosnosky, Theodor von
Kremsmünster
Empfang: [30. 1. 1900 – 3. 2. 1900?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.1985.1.4640
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 3 Seiten, 1.930 Zeichen
Handschrift blaue Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit rotem Buntstift eine Unterstreichung

Textqualität

Diese Abschrift wurde noch nicht ausreichend mit dem Original abgeglichen. Sie sollte derzeit nicht – oder nur durch eigenen Abgleich mit dem Faksimile, falls vorliegend – als Zitatvorlage dienen.

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Theodor von Sosnosky an Arthur Schnitzler, 29. 1. 1900. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L04226.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L04226«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L04226.html |titel=Theodor von Sosnosky an Arthur Schnitzler, 29. 1. 1900 |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1900-01-29 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Montag, 29. 1. 1900

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Theodor von Sosnosky an Arthur Schnitzler, 29. 1. 1900

|Sehr geehrter Herr Doktor!

Empfangen Sie meinen verbindlichsten Dank für Ihre freundliche Einsendung sowie für deren angenehme Form, die mir die Mühe des Kopierens erspart. Ich erlaube mir, von den 5 Gedichten 3 zu behalten: Das namenlose, »Anfang vom Ende« und »Ohnmacht«. Bezüglich des letztgenannten bin ich zwar ganz Ihrer Ansicht, daß »Morgenandacht« besser sei; dennoch ziehe ich vor, jenes zu behalten, 1.) weil »M.« sehr lange ist und ich alle Ursache habe, Raum zu sparen, sind doch schon an 100 Dichter mit gegen 400 Gedichten in dem Buche, darunter leider sehr lange, die ich nicht umgehen konnte wie »Heideschenke«, »Blumen Rache«. |2) ist die erotische Situation deutlicher als Cotta lieb sein könnte, so daß ich früchten müße, das Gedichte würde mir gestrichen werden.
Mehr als 3 Gedichte konnte ich nicht leicht nehmen, da ich von Autoren, die noch kein lyrisches Buch veröffentlich haben, in der Regel nur ein, zwei Gedichte genommen habe, bei Ihnen, Herr Doktor, als einer litterarisch besonders interessanten Persönlichkeit, ohnehin eine Ausnahme mache, auch insofern, als Ihre Gedichte in der ganzen Sammlung die einzigen sein werden, die nicht schon vorher gedruckt erschienen sind.
Mir persönlich gefällt »Anfang v Ende« weitaus am besten, an und für sich schon und weil es in seiner »Anatol-Stimmung« für Ihre Eigenart das charakteristischeste ist.
Wollen Sie das namenlose Gedicht nicht taufen? Die erste Zeile als Überschrift |scheint mir nicht recht geeignet; vielleicht: »Stilles Einverständniss« oder »Die Ahnungslosen« oder „Wenn Sie wüssten...!«
Die 2 nicht verwendeten Gedichte send ich anbei zurück. Die andern würde ich in dem Falle, als meine Anthologie wider Erwarten Cottas Sanktion nicht erhalten sollte, natürlich auch zurücksenden, hoffe aber, daß es nicht hiezu kommen wird.
Nochmals für Ihr freundliches Entgegenkommen bestens dankend zeichne ich, Herr Doktor, mit vorzüglicher
Hochachtung Theodor vSosnosky
29./I 900
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar