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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 21. 6. 1901
Sosnosky, Theodor von
Alland
Empfang: [22. 6. 1901 – 26. 6. 1901?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.1985.1.4640
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 2 Seiten, 3.004 Zeichen
Herstellung Schreibmaschine
Handschrift blaue Tinte, lateinische Kurrentschrift (Datumszeile, Unterschrift, Korrekturen, drei Unterstreichungen)
Zufügungen
Schnitzler mit rotem Buntstift eine Unterstreichung

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Theodor von Sosnosky an Arthur Schnitzler, 21. 6. 1901. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L04232.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L04232«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L04232.html |titel=Theodor von Sosnosky an Arthur Schnitzler, 21. 6. 1901 |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1901-06-21 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Freitag, 21. 6. 1901

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Mikroverfilmung des Nachlasses

Mappe A76

Datumsangabe auf Blatt von Der einsame Weg: Schauspiel in fünf Akten: »Dritter Akt«

Kalliope Verbundkatalog
Kalliope Verbundkatalog
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Weiteres

Theodor von Sosnosky an Arthur Schnitzler, 21. 6. 1901

|Alland, N-Oest 21./6. 901.

[maschinenschriftlich:] Sehr geehrter Herr Doktor!

Anbei erlaube ich mir, Ihnen die vorgestern im N. W. T. erschienene Besprechung von Fr. B. Garlan zuübersenden. Ich muss jedoch bemerken, dass ich ausser und vor dieser noch eine zweite viel ausführlichere geschrieben habe; mit der hatte ich aber arges Pech, zuerst nahm man sie nicht, weil sie zu freundlich war, dann sandte ich sie der »Nation« die das Buch aber leider schon vergeben hatte; so sandte ich die Besprechung an die »Norddeutsche Allgem.«, wo mir die Annahme ziemlich sicher schien; leider musste ich damit auf meinen Wunsch verzichten, den Abdruck an auffallender Stelle gebracht zu wissen, denn dieses Blatt pflegt Recensionen nicht im Feuilleton zubringen, sondern bloss in den Bücheranzeigen, das hat auch den Nachteil dass man nie erfährt, wann die Arbeit erschienen ist, denn das Blatt schickt nur dann spontan Belege, wenn es sich um grösssere honorirte Artikel handelt. Da ich nun vor 8 Tagen erfuhr, dass das N. W. T. demnächst eine Erzählung von Br. Ompteda bringen werde, dessen jüngstes Buch mir der Verleger kürzlich gesandt hatte, so benutzte ich die gute Gelegenheit, die Besprechung Herrn Pötzl zuschicken, der sie umgehend brachte. Ich habe bei diesem Anlass auch gleich einige andere Bücher, die ich von Autoren und Verlegern bekommen, mitgenommen, darunter auch Ihres, wie wohl ich dessen Ablehnung fürchtete, da mir dessen Besprechung durch Bahr wahrscheinlich schien. Diese Befürchtung wuchs, als ich am Tage nach der Einsendung den Artikel Freds fand; wider Erwarten machte H. Pötzl eine Ausnahme und liess aus besonderer Rücksicht zwei Besprechungen desselben Buches zu; nur kürzte er die meinige sehr begreiflicher Weise. Ich habe Ihnen die Genesis dieser Recension so weitläufig erzählt, auf die Gefahr hin, als langweiliger Schwätzer zu erscheinen; aber ich will nicht, das Sie etwa glauben, ich hätte Ihr Buch nur so obenhin abgethan, eine Befürchtung, die um so näher liegt, als Sie, der Sie mich ja nicht näher kennen, leicht glauben könnten, ich wäre in meinen Urteile durch Lt. Gustl beeinflusst. Was die ausführlichere Besprechung anbelangt, so werden Sie sie vermutlich durch den Observer früher zu Gesichte bekommen als ich; ich bitte daher freundlichst zu entschuldigen, wenn ich sie Ihnen vielleicht sehr lange nicht werde zusenden können. Lt. Gustl habe ich ebenfalls besprochen und zwar in einem eigenen Artikel, wobei ich bemüht war, den grossen künstlerischen Vorzügen der Erzählung streng gerecht zu werden: mit meiner persön|lichen Empfindung bei der Lectüre habe ich aber keineswegs hinter dem Berge gehalten. Ob der Artikel aber auch erscheinen wird, weiss ich nicht; für Wien hat er wenig Chancen, denn der überwiegende Teil der Presse steht natürlich principiell auf Ihrer Seite und würde meiner Auffassung sicher nicht Raum gewähren, der andere Teil aber würde ebenso principiell Ihr Gegner  meine Arbeit zweifellos zu freundlich finden und darum ablehnen.
Eingesendet ist die Arbeit übrigens.
Mit den verbindlichsten Empfehlungen
hochachtungsvoll
Theodor vSosnosky
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar