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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 3. 10. 1899
Schwarzkopf, Gustav
Wien
Empfang: [4. 10. 1899 – 8. 10. 1899?]
Schnitzler, Arthur
Berlin
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 96a
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.540 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Gustav Schwarzkopf an Arthur Schnitzler, 3. 10. 1899. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L04291.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L04291«.

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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Dienstag, 3. 10. 1899

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Wiener Schnitzler
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Gustav Schwarzkopf an Arthur Schnitzler, 3. 10. 1899

|3. 10. 99
Lieber Arthur, ich war wieder zehn Tage in der Brühl, habe sogar von dort einen Ausflug nach Baden und Vöslau gemacht – nur um den Sommer durch eine interessante Erinnerung zu markiren – und bin erst heute nach Wien zurückgekommen. Habe hier Ihren lieben Brief vorgefunden und gleichzeitig ihre Karten aus Frankfurt, und Wiesbaden. Die letztere |hat erst den Umweg über Bukarest gemacht, wie aus dem Poststempel ersichtlich, ehe sie den Weg nach Wien fand.
– Das Verschwinden Ihrer Stücke habe ich natürlich bemerkt; ich muß Ihnen aufrichtig sagen, es hat mich nicht überrascht. Er hat Ihnen natürlich mit irgend einer Ausrede geantwortet und die Versicherung gegeben, daß man auf ihn rechnen könne, daß er unentwegt u. s. w.
Die Bekannten, die Sie erwähnen, Salten, Wassermann, u.s.w habe ich seit Monaten nicht gesehen, auch seit langer |Zeit kein Kaffehaus besucht, keine Berliner Zeitung gelesen, ich wußte schon gar nicht mehr was vorgeht. Heute habe ich zum erstenmal wieder Grabenluft geatmet und mit einigen Stammsten gesprochen.
Ich wünsche es gewiß, daß Sie um den 10. herum nach Wien kommen, aber ich glaube noch nicht recht daran. Man wird versuchen Sie länger in Berlin festzuhalten und da unter »man« die verschiedensten weiblichen Wesen zu verstehen sind, so werde ich wol leider Recht behalten.
|Über Dreyfus, und Polna, über den kleinen Kraus, die Fackel und die immer mehr zunehmende Wiener Vertrottelung sowie über die vielen anderen Dinge, die Anlaß zu Ärger und Ekel geben, sprechen wir, wenn Sie einmal da sind.
Bis dahin
herzlichst
Ihr
Gustav
Den Damen Glümer meine Empfehlungen.
    Bildrechte © University Library, Cambridge