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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 12. 9. 1899
Schwarzkopf, Gustav
Brühl
Empfang: [13. 9. 1899 – 16. 9. 1899?]
Schnitzler, Arthur
München
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 96a
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.462 Zeichen (Briefpapier mit gedrucktem Monogramm »IH«)
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Gustav Schwarzkopf an Arthur Schnitzler, 12. 9. 1899. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L04292.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L04292«.

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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Dienstag, 12. 9. 1899

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Gustav Schwarzkopf an Arthur Schnitzler, 12. 9. 1899

|12. 9. 99
Lieber Arthur, seit 3 Tagen bin ich in der Brühl – auf allgemeines Verlangen – natürlich regnet es seit diesen drei Tagen und hat 9°, weil ich »köstliche Landluft athmen« und mich an »den sonnigen Reizen der Natur erfreuen will«. Ihr Brief wurde mir erst heute nachgeschickt, meine Antwort trifft hoffentlich noch zu rechter Zeit ein. – Ich glaube, Sie wollen und werden die kleine Reise unternehmen. Warum auch nicht? |In Berlin aber dürfte die Situation zitternd werden, wenn auch vielleicht nicht immer ganz gemütlich. Unter diesen Umständen dürfte es wol Anfang October werden, bis Sie nach Wien kommen.
Richard hat mir einen Brief geschrieben, ausgerechnet einen Tag vor seiner Abreise von Seeboden. »Muschelkinder« habe ich nicht gesehen, die letzten Nummern der »Fackel« nicht gelesen, und ein Drama habe ich |auch noch nicht begonnen. Allein aus unserem kleinen Kreis heraus werden die deutschen Bühnen für die nächsten Zeit so reichlich versorgt werden, daß sie mich wirklich nicht brauchen.
Über die unsagbare Gemeinheit in der Sache Dreyfus werden wir uns noch gemeinsam mündlich genug ärgern, schreiben kann man darüber nicht.–
Die »Zerstreuung« wird hoffentlich intensiv genug sein, um |Ihre Stimmung zu verbessern und Ihnen auch Ihr Stück besser erscheinen zu lassen. Ich bin schon neugierig.
Von Hiller’s, in deren Wohnung ich schreibe und deren Briefpapier ich benütze die besten Grüße.
Wenn Sie wollen, können Sie den beiden Damen von mir Empsehlungen bestellen.
Herzlichst
Ihr
Gustav
    Bildrechte © University Library, Cambridge