Theodor von Sosnosky an Arthur Schnitzler, 3. 2. 1902

3./III. 902

Sehr geehrter Herr Doktor!

Anbei erlaube ich mir, Ihnen unter X Band eine Besprechung Ihres Romans »Frau Bertha Garlan« zu übersenden. Da sie so ungeheuerlich post festum kommt, so kann ich sie nicht einfach wortlos an Sie senden, sondern fühle mich verpflichtet, diessonderbare Sendung zu kommentieren. Als Sie im Vorjahre die Freundlichkeit hatten, mir das Buch zu senden, besprach  ich es zweimal: die eine Rezension erschien im Juni 1901 mit andren Be|sprechungen im Feuilleton des N. Wnr. Tagebl.1, die andere sandte ich an die »Norddeutsche Allgemeine«, die sie zu meiner eigenen Überraschung heute (!) zusandte.
Ich bitte also nicht zu glauben, daß ich ssaumselig gewesen bin: dies zu konstatiren ist der Zweck dieses Briefes.
Mit der verbindlichsten Empfehlung zeichne ich, geehrter Herr Doktor,
Hochachtungsvoll
Theodor vSosnosky
  1. 1 ich habe sie Ihnen seinerzeit direkt zugeschickt.
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