3./III. 902
Sehr geehrter Herr Doktor!
Anbei erlaube ich mir, Ihnen
unter X Band
eine
Besprechung Ihres Romans »
Frau Bertha Garlan« zu über
senden. Da
sie
so
ungeheuerlich
post festum ko
mmt,
so kann ich
sie nicht einfach
wortlos an Sie
senden,
sondern fühle mich verpflichtet, die
se
sonderbare Sendung zu
ko
mmentieren. Als Sie im
Vorjahre die
Freundlichkeit hatten, mir das
Buch zu
senden, be
sprach ich es zweimal:
die eine
Rezension er
schien im
Juni ↓1901↓ mit andren Be
|sprechungen im Feuilleton
des
N. Wnr. Tagebl.1, die
andere sandte
ich an die »
Norddeutsche Allgemeine«, die
sie
zu meiner
eigenen Überra
schung
heute (!) zu
sandte.
Ich bitte also nicht zu glauben, daß ich so saumselig gewesen bin: mi dies zu
konstatiren ist der Zweck dieses Briefes.
Mit der verbindlichsten Empfehlung zeichne ich, geehrter Herr Doktor,
Hochachtungsvoll
Theodor vSosnosky