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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 8. 5. 1899
Schnitzler, Arthur
Wien
Empfang: [9. 5. 1899 – 13. 5. 1899?]
Brandes, Georg
Kopenhagen
Textzeuge 1
Signatur Dk, Kopenhagen, Det Kongelige Bibliotek, Georg Brandes Arkiv, box 125
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.294 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »15« und datiert: »8/5 99« und nummeriert: »15.«
Veröffentlichung 1
Georg Brandes, Arthur Schnitzler: Ein Briefwechsel. Herausgegeben von Kurt Bergel. Bern: Francke 1956, S. 75.
Veröffentlichung 2
Arthur Schnitzler: Briefe 1875–1912. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1981, S. 370–371.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Georg Brandes, 8. 5. 1899. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00915.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L00915«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00915.html |titel=Arthur Schnitzler an Georg Brandes, 8. 5. 1899 |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1899-05-08 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Montag, 8. 5. 1899

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Weiteres

Arthur Schnitzler an Georg Brandes, 8. 5. 1899

|Lieber und verehrter Herr Brandes,

zugleich mit diesem Brief geht ein neues Buch an Sie ab, das 3 Einakter von mir enthält. Sie werden schon ziemlich viel gegeben und insbesondere der »Kakadu« amüsirt die Leute sehr. –
– Weiter kann ich Ihnen heute kaum was sagen. Vor sieben Wochen ist das Geschöpf begraben worden, das ich von allen |Menschen der Erde am liebsten gehabt habe, meine Geliebte, Freundin und Braut – die durch mehr als vier Jahre meinem Leben seinen ganzen Sinn und seine ganze Freude gegeben hat, – und seither dämmere ich hin, aber existire kaum mehr. Aus der Fülle der Gesundheit und Jugend hat sie eine blödsinnige und tückische Krankheit innerhalb zweier Tage ins Grab gerissen, und ich habe sie sterben gesehen, bei vollem Bewußt|sein sterben gesehn. Bitte sagen Sie mir kein Wort darüber. Ich mußte es Ihnen aber sagen. –
Jener dänische Schriftsteller hat sich bei mir nicht blicken lassen. Allerdings war ich einige Male von Wien abwesend. Lassen Sie mich recht bald hören wie es Ihnen geht, ob Sie endgiltig gesund sind und wie Sie mit Ihren Plänen für den Sommer stehn. –
Paul Goldmann ist wieder in Frankfurt und reist viel für sein Blatt.
|Richard Beer Hofmann hat zwei Kinder, Mirjam und Naemi, und befindet sich wohl.
Ich grüße Sie von Herzen als Ihr
treuergebener ArthSchnitzler
Wien 8. 5. 99.
    Bildrechte © Det Kongelige Bibliotek, Kopenhagen