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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 10. 5. [1901]
Brandes, Georg
Ostrava
Empfang: [11. 5. 1901 – 15. 5. 1901?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 17
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 2 Seiten, 931 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift die Jahreszahl ergänzt: »901«
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »21«
Veröffentlichung 1
Georg Brandes, Arthur Schnitzler: Ein Briefwechsel. Herausgegeben von Kurt Bergel. Bern: Francke 1956, S. 85.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Georg Brandes an Arthur Schnitzler, 10. 5. [1901]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01116.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L01116«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Freitag, 10. 5. 1901

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Ergänzungen
Ergänzungen
Weiteres

Georg Brandes an Arthur Schnitzler, 10. 5. [1901]

Liebster! Ich habe Ihren Brief und ich habe den Roman mit der grössten Freude gelesen. Er ist so wahr und tief. Ein ganz klein wenig zu roh haben Sie doch vielleicht den Virtuosen gemacht. Man hat den Eindruck, er habe eine sinnliche Enttäuschung erfahren, die Dame hat ja freilich nicht vor der Umarmung Toilette machen können. Wie es bei der Marni heisst tub be or not tub be, that is the question. Oder er hat vielleicht, wie es geht, so viele Frauen an den Hals, dass er nicht mehr verträgt. Jedenfalls |das Buch ist gut. Die Nebenhandlung, die Geschichte der schönen Frau, sehr fein geführt.
Ich glaube dass ich am 16sten von hier über Wien nach Abbazia reise.Wenn Sie in Wien dann sind und ein Paar Stunden für mich übrig haben, möchte ich schon Mittags um 3,48 nach Wien kommen und bis 8 Uhr Abends bleiben.Sonst reise ich durch.
Bitte, liebster Freund und Poet, um eine Zeile Antwort.
Ihr
Georg Brandes
    Bildrechte © University Library, Cambridge