Einstellungen

Ansicht
Faksimile
Bilder neben dem Text
Textkritik
Textkritische Zeichen
Langes-s (ſ)
Gemination m (m̅)
Gemination n (n̅)
Streichung
Hinzufügung
Markierung von Entitäten
Alle Markierungen
Personen
Werke
Orte
Institutionen
Ereignisse

Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 26. 6. 1901
Schnitzler, Arthur
Innsbruck
Empfang: [27. 6. 1901 – 1. 7. 1901?]
Bahr, Hermann
Wien
Textzeuge 1
Signatur A, Wien, Theatermuseum, HS AM 23344 Ba
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.452 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Ordnung 1) Lochung
2) mit Bleistift von unbekannter Hand datiert: »26. 6. 01«
Veröffentlichung 1
Arthur Schnitzler: Briefe 1875–1912. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1981, S. 347–348.
Veröffentlichung 2
26. 6. 1901. In: Arthur Schnitzler: The Letters of Arthur Schnitzler to Hermann Bahr. Edited, annotated, and with an introduction, by Donald G. Daviau. Chapel Hill: The University of North Carolina Press 1978, S. 68 (University of North Carolina studies in the Germanic languages and literatures, 89).
Veröffentlichung 3
Arthur Schnitzler: Briefe. In: Die Neue Rundschau, Bd. 68 (1957) Nr. 1, S. 91–92.
Veröffentlichung 4
Hermann Bahr, Arthur Schnitzler: Briefwechsel, Aufzeichnungen, Dokumente (1891–1931). Herausgegeben von Kurt Ifkovits, Martin Anton Müller. Göttingen: Wallstein 2018, S. 211.

Textqualität

Diese Abschrift wurde noch nicht ausreichend mit dem Original abgeglichen. Sie sollte derzeit nicht – oder nur durch eigenen Abgleich mit dem Faksimile, falls vorliegend – als Zitatvorlage dienen.

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Hermann Bahr, 26. 6. 1901. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01134.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L01134«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01134.html |titel=Arthur Schnitzler an Hermann Bahr, 26. 6. 1901 |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1901-06-26 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Mittwoch, 26. 6. 1901

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Schnitzler/Bahr
Schnitzler/Bahr
Wiener Schnitzler
Weiteres

Arthur Schnitzler an Hermann Bahr, 26. 6. 1901

|mein lieber Hermann, ich danke dir herzlich für den neuen Beweis von Sympathie, den du mir mit deinem lieben Brief vom 22. gegeben hast. Über die Sache selbst ist ja kaum was zu sagen – selten lag ein Fall klarer zu Tage. Wahrhaftig – sie haben meinen Lieutenant Gustl nicht verdient! Ich seh es ein. Hast du vielleicht neulich den  Artikel in der Reichswehr gelesen? Ich glaube, in dem steht das großartigste an Dummheit, was in dieser Affaire geleistet wurde. Nemlich: ich hätte meine |Charge nur deshalb nicht vor 5 Jahren (wie es mein Recht gewesen) nieder gelegt – weil ich eben doch gern gelegentlich in Uniform u mit dem Stürmer paradirt! – Ich wollte einen Preis von einer Million ausschreiben für den, der mich seit meinem letzten Hauptrapport in Uniform gesehen – aber wer weiss – unter diesen Leuten findet sich am Ende auch einer, der es beschwören kann.
Laß mich bei dieser Gelegenheit auch einmal sagen, wie sehr es |mich freut, dass wir nun beide über die zeitweiligen Entfremdungen hinaus sind, die ja wahrscheinlich bei Naturen wie den unsern entwicklungsphysiologisch bedingt und daher nothwendg sind (du siehst ich bin immer »wissenschaftlich«.) Nun ist das Alter der Misverständnisse wohl endgiltig für uns vorbei und wir sind so weit, dass wir einander – vielleicht auch ein bischen um unserer Fehler willen – Freunde sein und |bleiben dürfen.
In dieser Voraussicht drücke ich dir von Herzen die Hand und grüße dich vielmals
dein Arthur
Innsbruck, 26. 6. 901
    Bildrechte © Theatermuseum, Wien