Einstellungen

Ansicht
Faksimile
Bilder neben dem Text
Textkritik
Textkritische Zeichen
Langes-s (ſ)
Gemination m (m̅)
Gemination n (n̅)
Streichung
Hinzufügung
Markierung von Entitäten
Alle Markierungen
Personen
Werke
Orte
Institutionen
Ereignisse

Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 14. 9. 1908
Hofmannsthal, Hugo von
Bad Aussee
Empfang: [15. 9. 1908 – 19. 9. 1908?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 43
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.588 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift die Jahreszahl ergänzt: »08«
Ordnung 1) mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »«
2) mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »300«
Veröffentlichung 1
Hugo von Hofmannsthal, Arthur Schnitzler: Briefwechsel. Herausgegeben von Therese Nickl, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1964, S. 240.

Textqualität

Diese Abschrift wurde noch nicht ausreichend mit dem Original abgeglichen. Sie sollte derzeit nicht – oder nur durch eigenen Abgleich mit dem Faksimile, falls vorliegend – als Zitatvorlage dienen.

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, 14. 9. [1908]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01789.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L01789«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01789.html |titel=Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, 14. 9. [1908] |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1908-09-14 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Montag, 14. 9. 1908

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Gedruckte Briefwechsel

Otto Brahm an Arthur Schnitzler, 14.9.1908

Quelle: Der Briefwechsel Arthur Schnitzler – Otto Brahm. Vollständige Ausgabe. Hg., eingel. und erl. von Oskar Seidlin. Tübingen: Niemeyer, 1975.

Weiteres

Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, 14. 9. [1908]

14 IX.
Aussee Steyermark

mein lieber Arthur

ich war sehr froh, aus Ihrem Brief und noch ausführlicher durch Wassermanns Berichte zu erfahren, einen wie guten friedlichen und erfüllten Sommer Sie gehabt haben. Der meinige war vom August ab nicht ganz so gut. Ich habe von der Luft im Engadin die mir nicht zuträglich war, eine Nervendepression |mitgetragen, oder Nervenirritation die besonders peinlich war, solange sie sich sozusagen latent mit dem Normalen der Existenz mitschleppte – und die schließlich zu einer ziemlich peinlichen Art von Krise führte, damit aber auch abzuklingen anfing, so dass ich nun hoffen kann den letzten Act der Comödie entweder hier oder auf dem Semmering oder in Rodaun mit so viel Freiheit und Munterkeit zu Ende zu |bringen, als er seiner Natur nach braucht.
Ich habe damals, als es mir unanständig erschien, ein negatives Verhältnis zu einer Ihrer Arbeiten zu verschleiern, den Ausdruck »verstören« gewählt, weil er mir keine Kritik zu enthalten, sondern nur eine subiective Verfassung des Lesers auszumalen schien. Aus Ihrem Brief sah ich dann, dass das Wort leider Gottes für Sie doch einen offensiven |Beiklang gehabt hatte.
Wenn je ein Mensch in den andern hineinschauen könnte, wenn Sie in mich hineinschauen könnten im Augenblick wo ich etwa allein auf einem Spaziergang oder in meinem Zimmer an Sie denke, an Sie, worunter ich hier ein Gesamtwesen aus dem lieben guten Menschen und dem geistigen Phantom, das hinter den Arbeiten steht, begreife – so wäre die Möglichkeit dass ein Wort von mir Ihnen auch nur ein bischen wehthut, überhaupt ausgeschlossen.
Ich freue mich sehr auf Sie.
Ihr
Hugo.
    Bildrechte © University Library, Cambridge