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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: [Mitte April] 1913
Altenberg, Peter; Engländer, Georg
Wien
Weiterleitung: Wien
Empfang: [15. 4. 1913 – 19. 4. 1913?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 2
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.776 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler 1) mit Bleistift erstes Blatt beschriftet: »Altenberg« und datiert: »April 1913«
2) mit rotem Buntstift eine Unterstreichung
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »14«
Textzeuge 2
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 2
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 3 Seiten, 1.776 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift beschriftet: »Engländer« und datiert: »1914/1915«
Editorischer Hinweis Die Hinzufügung dieses Blattes zum Korrespondenzstück erfolgt in Abgleich mit einem Brief Altenbergs und Engländers an Bahr (Peter Altenberg und Georg Engländer an Hermann Bahr, [Mitte April 1913]), der offensichtlich zeitnah entstand. Zudem ist aus dem Inhalt erkenntlich, dass es sich nicht um ein eigenständiges Schreiben handelt.
Veröffentlichung 1
Kurt Bergel: Arthur Schnitzlers unveröffentlichte Tragikomödie Das Wort. In: Studies in Arthur Schnitzler. Centennial Commemorative Volume. Herausgegeben von Herbert W. Reichert, Herman Salinger. Chapel Hill: University of North Carolina Press 1963, S. 22 (UNC Studies in the Germanic Languages and Literatures, 42).

Textqualität

Diese Abschrift wurde noch nicht ausreichend mit dem Original abgeglichen. Sie sollte derzeit nicht – oder nur durch eigenen Abgleich mit dem Faksimile, falls vorliegend – als Zitatvorlage dienen.

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Peter Altenberg und Georg Engländer an Arthur Schnitzler, [Mitte April] 1913. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02120.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02120«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02120.html |titel=Peter Altenberg und Georg Engländer an Arthur Schnitzler, [Mitte April] 1913 |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1913-04-15 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Dienstag, 15. 4. 1913

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Schnitzler/Bahr
Schnitzler/Bahr
Wiener Schnitzler
Gedruckte Briefwechsel

Eugen Deimel an Arthur Schnitzler, 15.4.1913

Quelle: Heinz P. Adamek (Hg.): In die Neue Welt... Arthur Schnitzler - Eugen Deimel. Briefwechsel. Holzhausen Verlag: Wien 2003

Weiteres

Peter Altenberg und Georg Engländer an Arthur Schnitzler, [Mitte April] 1913

|Lieber lieber Herr Dr Arthur Schnitzler,

ein Verlorener, Zusammengestürzter, unmittelbar nach einem paradiesischen Semmering-Jahr 1912, ein tiefst Verzweifelter, wendet sich an Sie als Menschenfreundlichen und Dichter vor allem, dann als Kollegen und langjährigen litterarischen Genossen – – – Hilfe, Rettung, Erbarmen, in einer so schauerlichen Situation, die noch nie, noch nie, noch nie, ein Dichter, ein Künstler-Mensch erlitten hat! |Der süßen unentbehrlichen Freiheit beraubt, verbringe ich meine Tage u. Nächte in unermesslichen Qualen, eingefangen, kontrollirt wie ein ses gefährliches giftiges Reptil!
Hilfe, Errettung, Weg ins Freie!!!
Auch geht es mir ökonomisch schlecht, und bitte ich Sie und Hofmannsthal um die mir |zugesagten 20 Kr. monatlich seit November 1912, da ich gerade damals zusammenbrach und nicht mehr denken konnte!
Hilfe, um Gotteswillen, ehe ich ganz zerstört bin!
Ich möchte auf dem Semmering ruhig vegetiren, in Freiheit und Frieden! Hilfe von Bruder-Seelen! Dichter, Künstler, Menschen, helft mir!!!
Peter Altenberg
Lesen Sie mein letztes Buch:
und denken Sie, wie dem Autor zumute ist, der nun wie ein wildes Tier eingesperrt schmachtet, seit 5 Monaten!!!
Ihr
PA
|[handschriftlich Georg Engländer:] Zur Aufklärung. (Diskret!)

Sehr geehrter Herr.

Am 10 Dec. v. J. mußte ich meinen Bruder in einem erbarmungswürdigen Nerven-Zustand auf den Steinhof überführen.
Nun ersseit 3 |Wochen kommt er allmählich zum Bewusstsein & ist empört über den Zwang den Ärzte & Pfleger auf ihn ausüben & will durchaus entfliehen. Ärztliche |Freunde finden aber auch jetzt noch seinen Kopf & Nervenzustand so labil dassie auch nur einige Tage Freiheit schon für seine Gesundheit als katastrophal befürchten.
Hochachtend
G. Engländer
P.S. Seine Corresp. wird mir von der Anstalt offen zugesandt!!
    Bildrechte © University Library, Cambridge