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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 10. 1. 1919
Schnitzler, Arthur
Wien
Empfang: 26. 2. 1919
Engländer, Georg
Wien
Textzeuge 1
Signatur A, Wien, Österreichische Nationalbibliothek, 228/B8/1-3 LIT MAG
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 1 Seite, 1.092 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, lateinische Kurrentschrift

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Georg Engländer, 10. 1. 1919. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02318.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02318«.

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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Freitag, 10. 1. 1919

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Traumtagebuch

Traum vom 10. Januar 1919

Quelle: Arthur Schnitzler: Träume. Das Traumtagebuch 1875–1931. Herausgegeben von Peter Michael Braunwarth und Leo A. Lensing. Göttingen: Wallstein 2012 (Bibliothek Janowitz, Bd. 20)

Kalliope Verbundkatalog
Weiteres

Arthur Schnitzler an Georg Engländer, 10. 1. 1919

|Wien, 10. 1. 1919

verehrter Herr Engländer,

zu dem schweren Verlust, den die Welt durch das Hinscheiden Peter Altenbergs erlitten, bitte ich vor allem Sie als Bruder den Ausdruck meines innigsten Beileids entgegenzunehmen. Es hat sich, besonders in den spätern Jahren, freilich recht selten gefügt, daß ich ihn gesehen oder gesprochen hatte; – was sein kostbares, wundervolles Werk mir – vom ersten Buch an bis zum letzten, und in immer steigendem Maße bedeutet hat – und immer bedeuten wird, das – ich weiß es – hat er immer gefühlt. Jedem dieser Bücher hab ich mich entgegengefreut, jedes hat mich – über alles aesthetische Gefallen hinaus, manchmal ganz unabhängig davon, – im Innersten beglückt. Sein Leben ist dahin – die »Märchen seines Lebens« (er hätte ja jedes Buch so nennen dürfen) werden uns weiter begleiten, – und unsere Söhne und Enkel und Urenkel wie uns – unvergänglich wie es eben die Märchen eines solchen Dichterlebens sind – wahrer als deren Wahrheiten und Legenden! –
In herzlichster Antheilnahme drücke ich Ihnen, verehrter Herr, die Hand als Ihr sehr ergebener
Arthur Schnitzler
    Bildrechte © Österreichische Nationalbibliothek, Wien