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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 29. 6. [1896]
Goldmann, Paul
Paris
Empfang: [30. 6. 1896 – 4. 7. 1896?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.3166
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.817 Zeichen
Handschrift blaue Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler 1) mit Bleistift das Jahr »96« vermerkt
2) mit rotem Buntstift eine Unterstreichung

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 29. 6. [1896]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02779.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02779«.

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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Montag, 29. 6. 1896

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Gedruckte Briefwechsel

Olga Waissnix an Arthur Schnitzler, 29.6.1896

Quelle: Arthur Schnitzler und Waissnix, Olga: Liebe, die starb vor der Zeit. Ein Briefwechsel. Mit einem Vorwort von Hans Weigel. Mit 16 Seiten Kunstdruckbildern. Hg. v. Therese Nickl und Heinrich Schnitzler. Wien, München, Zürich: Verlag Fritz Molden 1970. (PDF: https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at)

Weiteres

Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 29. 6. [1896]

Fondateur M. L. Sonnemann.
Journal politique, financier,
commercial et littéraire.
Paraissant trois fois par jour. Paris, 29. Juni.
Bureau à Paris

Mein lieber Freund,

Was soll man gegen ein viermal unterstrichenes »durchaus« machen? Gar so »durchaus« bin ich ja nicht gegen Dänemark eingenommen. Ich habe nur nicht die Mittel, um hinzufahren, und nicht die mindeste Lust, dortzubleiben. Da Du aber meinst, daß dies schwächliche Gründe sind, so hast Du jedenfalls Recht und ich werde hinkommen. Also, wenn ich bis Anfang |August nicht ganz bankrott bin (was möglich ist) und wenn nichts Anderes Wichtiges dazwischen kommt, so treffen wir uns zwischen dem 5. u. 10. August in Scottsborg, welcher Ort nach Deinen Schilderungen so billig ist, daß man ihn schon wegen seiner Billigkeit aufsuchen müßte. Ich kehre sicher mit großen Ersparnissen heim. Andere Leute gehen auf die Goldfelder von Transvaal, ich werde nach Scottsborg gehen. Gott allein weiß, wer Euch diese dänische Idee in den Kopf gesetzt hat! |Europa issschön und es gibt soviel Herrliches zu sehen. Muß man also gerade in ein Land gehen, in dem es absolut nichts gibt: weder Gebirge, noch Kunst, noch Vergangenheit, – höchstens Meer, aber auch das wird vielleicht ein Schwindel sein und ich werde es erst glauben, wenn ich es gesehen habe.
Enfin, ich komme nach Dänemark. Ihr werdet mich hoffentlich über Eure Unterwegs-Adressen auf dem Laufenden halten. Richard wird sich auch zu einer Correspondenzkarte einmal entschließen |ssen; aber ich glaube, die dänischen Postkarten sind kleiner als die österreichischen, was wieder ein Vortheil dieses schönen Landes ist.
Du aber, mein lieber Freund, reise glücklich. Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute auf den Weg.
Die Zeitungen, die Du auf dem Zettel angegeben, kann ich Dir erst morgen schicken, da weite Wege zu ihrer Besorgung zu machen sind. Gib also Ordre, daß sie Dir nachgesandt werden.
Von Herzen und in Treue
Dein
Paul Goldmann.
Schick’ mir, bitte, das Buch von Altenberg.
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar