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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 5. 10. [1900]
Goldmann, Paul
Berlin
Empfang: [6. 10. 1900 – 10. 10. 1900?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.3170
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 3 Seiten, 490 Zeichen
Handschrift blaue Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Beilage ein aufgeklebter beschnittener Zeitungsausschnitt
Schnitzler 1) mit Bleistift das Jahr »900.« vermerkt
2) mit rotem Buntstift zwei Unterstreichungen

Textqualität

Diese Abschrift wurde noch nicht ausreichend mit dem Original abgeglichen. Sie sollte derzeit nicht – oder nur durch eigenen Abgleich mit dem Faksimile, falls vorliegend – als Zitatvorlage dienen.

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 5. 10. [1900]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02935.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02935«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Freitag, 5. 10. 1900

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 5. 10. [1900]

Mein lieber Freund,

Ein Herr Anton Reitler (?) läßt sich in einem Wiener Briefe in der »Vossischen Zeitung« heut folgendermaßen aus:
 
Ein anderes Ereigniß, das mit dem Theater in Zusammenhang stand, beginnt bereits dem Gedächtnis der Zeitgenossen zu entschwinden: Die Affaire Schnitzler–Schlenther. Schlenther soll das neue Stück Schnitzlers »Der Schleier der Beatrice« im Januar für das Burgtheater angenommen, im September abgelehnt haben, was die Vormünder der österreichischen dramatischen Produktion zu einem flammenden Proteste gegen das Vorgehen Schlenthers veranlaßte. Aus den der Oeffentlichkeit mitgetheilten, gewiß nicht für die Oeffentlichkeit bestimmt gewesenen Briefen wird der Unbefangene das angebliche Schlenthersche Verschulden nicht ableiten können; aus den Briefen geht nichts anderes hervor, als daß Schlenther sich das Recht der Erstaufführung des Stückes für den Fall der Annahme sichern wollte und sicherte, keineswegs aber, daß das Stück schon angenommen war. Da man auf Seite Schlenthersse Absicht gewiß nicht vermuthet, so kann der Auslegung, die die Schlentherschen Briefe bei Schnitzler fanden, nichts anderes als ein Mißverständniß zu Grunde liegen. Die literarischen Freunde Schnitzlers ließen aber sofort schweres Geschütz gegen Schlenther auffahren und stellten ohne weiteres auf seiner Seite die böse Absicht fest.
|Die Parteilichkeit der Darstellung darf Dich mit Rücksicht auf die Beziehungen Schlenthers zur »Vossischen Zeitung« nicht verwundern. Ich theile Dir das nur mit, damit Du Dir diesen Herrn Anton Reitler ad notam nimmst.
Ich vergaß gestern, Dir Grüße aufzutragen an die strebsamen Fräulein aus |der Rothen-Stern-Gasse.
Viele Grüße auch an Dich!
Dein
Paul Goldmnn
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar