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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: [31. 3. 1892]
Salten, Felix
Wien
Empfang: [31. 3. 1892 – 4. 4. 1892?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 89, A 1
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.313 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler mit Bleistift datiert: »31/3 92«
Ordnung mit Bleistift von unbekannter Hand nummeriert: »9«

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Felix Salten an Arthur Schnitzler, [31. 3. 1892]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03108.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03108«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Donnerstag, 31. 3. 1892

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Felix Salten an Arthur Schnitzler, [31. 3. 1892]

|Lieber Arthur! Soeben bin ich für immer von der »schönsten Pflicht des Bürgers« freigesprochen worden, und mir ist, als hätte ich eben mich selbst zum Geschenk erhalten. Ich bin in einer so guten, leichten Stimmung, dass ich meine, man hätte mir in der Welt kein schöneres Präsent machen können. Der Aufenthalt |im Assentlokale mitten unter diesen Anderen ist etwas Entsetzliches. Man ist wie diese hier, und wird als dasselbe angesehen und behandelt wie der vertrottelte Schuster, besoffene Maurergeselle, arrogante Commis ec. ec. 1529, – der Schuster – 1530 – der Maurergehilfe, – 1531 – ich, 1532 – der Commis u. s. w. aber man kann niemandem einen Vorwurf daraus machen, der Staat richtet |sich hierin nach der Natur, die ja für uns nicht die Ehre hat, – Sie wissen schon, und die uns weder ein längeres Leben noch andere Nerven gibt.– Der Maurergehilfe lebt sicher länger als ich, und der Commis wird mich vermutlich mit meiner Geliebten betrügen, weil er eine vielversprechendere Nase hat als ich.
Auf der Herreise habe ich eine kleine Novelle erlebt, reizend sage |ich Ihnen. Ganz ohne Handlung, denn das Rendezvous auf der Kettenbrücke werde ich heute N. M. kaum einhalten. Es ist nicht mehr nothwendig. Ich kenn’ sie schon, also – abtreten.
Leben Sie wol. Vielleicht erst Samstag Abend Café Kremser
Herzlich Ihr
Felix Salten.
    Bildrechte © University Library, Cambridge