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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 2. 2. [1902]
Goldmann, Paul
Berlin
Empfang: [3. 2. 1902 – 7. 2. 1902?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.3172
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.878 Zeichen
Handschrift blaue Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Beilage ein handschriftlicher Brief, schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift, beschnitten und eingeklebt
Schnitzler 1) mit Bleistift das Jahr »902« vermerkt
2) mit rotem Buntstift fünf Unterstreichungen

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 2. 2. [1902]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03196.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03196«.

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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Sonntag, 2. 2. 1902

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Kalliope Verbundkatalog
Weiteres

Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 2. 2. [1902]

Berlin, 2. Februar.

Mein lieber Freund,

Die Regelung der Landaufenthalts-Frage freut mich sehr. »Kurhaus in Mödling« klingt vielversprechend. Ich wünschte, ich könnte auch hin. Ich bin schwer überarbeitet und leide seit einer Woche ununterbrochen an Kopfschmerzen.
Die Vorstellungen von »Lebendige Stunden« sollen stets ausverkauft sein. Ich freue mich sehr darüber, daß Dir Deine Arbeit auch Geld bringt. Du kannst es brauchen. Wie hat sich Schlenther verhalten?
Sudermanns neues Stück ist elend. |In der Art von Philippi. Nur macht es Philippi besser. Ich konnte nur ganz kurz darüber telegraphiren, weil die Vorstellung erst nach elf aus war, und ein Feuilleton darüber zu schreiben, wurde mir telegraphisch untersagt. Herrn Wittmanns kritischer Würdigung darf ein armer Reporter, wie ich bin, nicht vorgreifen.
Dank für die Bücherempfehlungen. Ich lese nach wie vor mit Genuß die Shakespeare-Biographie von Brandes.
Brandes ist hier, läßt sich aber bei mir nicht sehen. Übermorgen feiert er seinen 60. Geburtstag. Vergiß nicht, ihm zu gratuliren.
|Mit Singer sprich’, bitte, einstweilen nicht. Kanner soll bald wieder hierherkommen, und ich werde versuchen, ihn zur Rede zu stellen.
An Mauthners Stelle soll mein Onkel zum Berliner Tageblatt kommen. An mich denkt selbstverständlich Niemand. Ich bin nicht literarisch.
Anbei der Brief von Herzl. Sende ihn mir, bitte, gelegentlich zurück.
 »Sie« (aus Frankfurtschreibt Folgendes:
 
|[handschriftlich Theodore Rottenberg:] Dein Schnitzler-Feuilleton, womit er doch wohl einverstanden sein wird, ist fein, fein, mein Liebster. Nur die Episoden-Sache mißfällt mir. Es giebt Männer & viele tausend Frauen, die von der Liebe leben. Bei Schnitzler wird Kunst & Liebe sicherlich immer eins bleiben; halb Frauenpose & halb Österreicher ist er nun einmal. Die wahre, erhabene »deutsche Männlichkeit« kann ich mir von ihm eben so wenig denken wie von M. Donnay z. B.
 
[handschriftlich Paul Goldmann:] Viele treue Grüße, mein lieber Freund, Dir und den Mädels.
Dein
Paul Goldmann
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar