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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 2. 5. [1902]
Goldmann, Paul
Berlin
Empfang: [3. 5. 1902 – 7. 5. 1902?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.3172
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 2 Seiten, 1.467 Zeichen
Handschrift blaue Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler 1) mit Bleistift das Jahr »902« vermerkt
2) mit rotem Buntstift eine Unterstreichung

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 2. 5. [1902]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03206.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03206«.

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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Freitag, 2. 5. 1902

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Gedruckte Briefwechsel

Otto Brahm an Arthur Schnitzler, 2.5.1902

Quelle: Der Briefwechsel Arthur Schnitzler – Otto Brahm. Vollständige Ausgabe. Hg., eingel. und erl. von Oskar Seidlin. Tübingen: Niemeyer, 1975.

Weiteres

Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 2. 5. [1902]

Berlin, 2. Mai.

Mein lieber Freund,

Daß Du den Schwindler, den Jurco selbst, laufen läßt, verstehe ich. Der Kerl hat sein Theil. Aber ganz and gar nicht einverstanden bin ich damit, daß Du Herrn Karl Strecker, dem deutschen Mann und literarischen Kritikerso vollständig nachgibst. Das Benehmen dieses Menschen ist von einer so unerhörten Unanständigkeit, daß Du gerade darum energisch auf Deinem Recht bestehen müßtest. Die Leser der »Täglichen Rundschau« (und das Blatt ist in Deutschland mehr gelesen, als irgendeine Wiener Zeitung) müssen glauben, daß Du, da Du auf die »offene Frage« nicht geantwortet hast, an dem Schwindel des Herrn Jurco mitbetheiligt bist. Ich würde es nicht begreifen, wenn |Du darauf verzichtetest, in dieser Angelegenheit entschieden Dein Recht zu verlangen. Du mußt es um Deinetwegen thun, und dann besteht auch ein gewisses allgemeines Interesse, daß die Unanständigkeit eines ehrenfesten deutschen Mannes, des Kritikers eines alldeutschen und antisemitischen Blattes, an die Öffentlichkeit gebracht wird. Du mußt ihm sofort schreiben und auf der Veröffentlichung Deiner Antwort bestehen. Das wird dem Herrn lehren, im nächsten »Fall Schnitzler« vorsichtiger zu sein.
Ich habe eben den »Sonnwendtag« gelesen. Das Stück hat mich sehr ergriffen. Wieviel höher steht dieses Werk eines Dichters als sämmtliche Hauptmannsche Dramen (mit Ausnahme der »Weber«)!
Grüße Olga und sei vielmals und von Herzen gegrüßt von Deinem
Paul Goldmnn
Bist Du Pfingsten in Wien? Vielleicht komme ich hin.
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar