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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 10. 11. 1926
Zweig, Stefan
Salzburg
Empfang: [11. 11. 1926 – 15. 11. 1926?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 118
Typ Briefkarte
Beschreibung 980 Zeichen
Handschrift blaue Tinte, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler 1) mit Bleistift »Zweig«
2) mit rotem Buntstift zwei Unterstreichungen
Veröffentlichung 1
Stefan Zweig: Briefwechsel mit Hermann Bahr, Sigmund Freud, Rainer Maria Rilke und Arthur Schnitzler. Herausgegeben von Jeffrey B. Berlin, Hans-Ulrich Lindken, Donald A. Prater. Frankfurt am Main: S. Fischer 1987, S. 424–425.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Stefan Zweig an Arthur Schnitzler, 10. 11. 1926. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03672.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03672«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Mittwoch, 10. 11. 1926

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Stefan Zweig an Arthur Schnitzler, 10. 11. 1926

|SZ Salzburg 10. Nov 26
Lieber verehrter Herr Doktor, gewisse Beziehungen vermag die Zeit nicht zu ändern – ich bin jetzt, Gottseisgeklagt, 45 Jahre alt, aber dennoch, wenn Sie zu mir sprechen, bin ich noch immer der schüchterne flaumbärtige Bursch, der rückwärts ins Parterre gedrückt zu dem berühmten Dichter auf der Bühne emporsah. Ein zustimmendes Wort von Ihnen macht mich noch genau so beglückt und all die Freundschaft, die stolz gefühlte |Sicherheit Ihrer Neigung kann nichts ändern an diesem dankbaren Aufblick. Und eigentlich möchte ich’s nicht anders. Fast alle, zu denen ich einst aufgeblickt, haben mich enttäuscht durch ihr Werk oder durch ihre menschliche Haltung – darum bin ich so froh, dass sich gerade an Ihnen meine Stellung, meine wirklich aufschauende, niemals änderte und niemals ändern wird. Ich liebe Sie sehr und bin froh, dass Sie es wissen: vielleicht kann ich das Alles einmal besser ausdrücken als gerade Blick in Blick.
Dankbarst, treulichst Ihr
Stefan Zweig
    Bildrechte © University Library, Cambridge