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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 2. 12. 1914
Schnitzler, Arthur
Wien
Empfang: [2. 12. 1914 – 5. 12. 1914?]
Zweig, Stefan
Wien
Textzeuge 1
Signatur ISR, Jerusalem, National Library of Israel, ARC. Ms. Var. 305 1 58 Stefan Zweig Collection
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 2 Seiten, 1.646 Zeichen
Herstellung Schreibmaschine
Handschrift schwarze Tinte, lateinische Kurrentschrift (Korrekturen, Ergänzungen, Unterschrift)
Veröffentlichung 1
Arthur Schnitzler: Briefe 1913–1931. Herausgegeben von Peter Michael Braunwarth, Richard Miklin, Susanne Pertlik, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1984, S. 59–62.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Stefan Zweig, 2. 12. 1914. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03779.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03779«.

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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Mittwoch, 2. 12. 1914

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Schnitzler – S. Fischer
Gedruckte Briefwechsel

Arthur Schnitzler an Samuel Fischer, 2.12.1914

Quelle: Hans Peter Buohler: Arthur Schnitzlers »Medardus Affairen« Teil 1: Korrespondenzen. In: Hofmannsthal-Jahrbuch ⋅ Zur europäischen Moderne, Jg. 19 (2011), S. 79–215.

Traumtagebuch

Traum vom 2. Dezember 1914

Quelle: Arthur Schnitzler: Träume. Das Traumtagebuch 1875–1931. Herausgegeben von Peter Michael Braunwarth und Leo A. Lensing. Göttingen: Wallstein 2012 (Bibliothek Janowitz, Bd. 20)

Kalliope Verbundkatalog
Weiteres

Arthur Schnitzler an Stefan Zweig, 2. 12. 1914

|Dr. Arthur Schnitzler 2. 12. 1914.

Lieber Herr Doktor.

Hier beigeschlossen ein Exemplar der Erklärung mit den besprochenen Aenderungen. Einen andern, einen wahrhaft bekennerischen Ton, vermöchte ich kaum zu finden. Je mehr man über die Sache nachdenkt, umso dümmer kommt sie einem vor. Ich wollte Sie noch fragen: Was, denken Sie, soll nun Rolland mit unseren Erklärungen tun? Sie ins Französische übersetzen und eventuell nicht nur an das Journal de Genève, sondern sie auch an französische Journale weitergeben? Könnte er es auch übernehmen den Erklärungen in ein deutsches schweizer Journal Aufnahme zu verschaffen? Mir fällt eben ein, dass wir neulich über Regierungsrat Winternitz nicht gesprochen haben. Bitte um eine Zeile, wann ich Sie anrufen dürfte. Den Appell an die Blätter, mit dem meine vorige Erklärung schloss, |(bitte die beiden Exemplare zu vernichten) habe ich diesmal weggelassen. Ich glaube, man bedarf ihrer nicht.
Ich hatte heute den sonderbaren Traum, dass ich mit Ihnen in einem offenen Fiaker auf erhöhter Strasse durch eine irgendwie orientalische Stadt fuhr; Sie transportierten mich nämlich nach Sibirien, was ein wenig dadurch gemildert war, dass der Weg zuerst durchs Helenenthal führen sollte. Ich war nur auf sechs Monate verbannt, hatte aber den leisen Verdacht gegen Sie, dass Sie mich für immer dort lassen wollten. Im übrigen sahen Sie, was eine allgemein bekannte Tatsache war, einem Grafen Schönstein wie einem Zwillingsbruder ähnlich. Dieser Graf wurde auch irgendwie sichtbar, sah Ihnen natürlich gar nicht ähnlich, hatte einen offenen Ueberzieher mit Pelz, trug einen Zwicker und sah verdrossen drein. Nun deuten Sie!
Herzlichst grüssend
Ihr
[handschriftlich:] Arthur Schnitzler
    Bildrechte © National Library of Israel, Jerusalem