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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 18. 8. 1917
Schnitzler, Arthur
Wien
Empfang: [19. 8. 1917 – 23. 8. 1917?]
Zweig, Stefan
Wien
Textzeuge 1
Signatur ISR, Jerusalem, National Library of Israel, ARC. Ms. Var. 305 1 58 Stefan Zweig Collection
Typ Briefkarte
Beschreibung 1.394 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, lateinische Kurrentschrift

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Stefan Zweig, 18. 8. 1917. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03786.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03786«.

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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Samstag, 18. 8. 1917

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Schnitzler – S. Fischer
Weiteres

Arthur Schnitzler an Stefan Zweig, 18. 8. 1917

|Dr. Arthur Schnitzler 18. 8. 17
lieber Herr Doctor, Ihr Dank kommt so beschämend rasch – noch bevor ich selbst auch nur ein einziges Exemplar meines neues Buches in Händen habe, und ich freue mich wie immer, Ihrer Antheilnahme und der schönen Art, in der Sie sie kundzugeben wissen. Einwendungen, besonders wenn sie von jemandem kommen, an deren Schätzung man nicht zweifeln kann, sind gewissermaßen immer berechtigt; und wird auch mein künstlerisches Gefühl gerade durch den Schluss durchaus befriedigt (wenn man sich vielleicht auch einen Dr. Graesler, II. Theil denken könnte, der ihn als alternden Ehemann und Arzt in Lanzarote zeichnete) |so halte ich es doch für sehr denkbar, daß irgend ein Mangel, der sich andrer Stelle finden mag, wie das oft der Fall ist, erst am Ende herauskommt. Da jedes künstlerische Product eine Einheit vorstellt, handelt es sich hier nicht um einen Irrtum des Beurtheilers, sondern um etwas ähnliches wie bei der sog. »falschen Localisation« die dem Nervenarzt bekannt ist: Schmerzen werden an einer von der kranken weit entfernten Stelle empfunden. Hier rühre ich vielleicht an ein aesthetisch kritisches Problem, das man näher betrachten könnte.
Wie Sie unter den »tausend Tagen« leiden, vermag ich Ihnen wohl nachzufühlen: möge Ihr Buch, dem ich mich entgegenfreue, Sie wenn nicht befreit, doch wenigstens entschädigt haben. Seien Sie vielmals, auch von meiner Frau, u herzlichst gegrüßt,
Ihr A. S.
    Bildrechte © National Library of Israel, Jerusalem