27. F. 1922 ↑ Berta Zuckerkandl verschrieb sich bei der Jahreszahl: Der Brief wurde am 27. 2. 1923 verfasst. Dafür spricht neben den erkennbaren Resten des Poststempels, dass Schnitzler im Brief vom 19. 3. 1923 antwortete: »Für Ihre bisherigen Bemühungen, verehrteste Frau Hofrätin, mit Mme. Cabir und M. Hella sage ich Ihnen vielen Dank«, und dabei Bezug nahm auf die beiden in diesem Brief erwähnten Übersetzer. Auch sind im Tagebuch Treffen vor (14. 2. 1923) und nach (23. 4. 1923) Zuckerkandls Parisreise dokumentiert, bei denen die französischen Angelegenheiten besprochen wurden, während im Frühjahr 1922 kein Austausch über das Thema überliefert ist.
melden würden ↑ Im Nachlass Schnitzlers befindet sich der Durchschlag eines Briefes an den Übersetzer Alzir Hella: »19. 2. 1923 / Sehr geehrter Herr Hella. / In den nächsten Tagen kommt Frau Hofrätin Bertha Zuckerkandl nach Paris und wird dort bei ihrer Schwester, MMe. Paul Clemenceau, 12, Avenue d’Eylau wohnen. Darf ich Sie bitten sich mit ihr in Verbindung zu setzen, ich habe ihr von Ihrem freundlichen Antrag Mitteilung gemacht und sie ermächtigt mit Ihnen weiter darüber zu unterhandeln. Es wäre mir natürlich sehr willkommen, wenn eine meiner Novellen in ›Monde Nouveau‹ zum Abdruck käme. ›Casanovas Heimfahrt‹ ist nicht frei, aber vielleicht erlange ich mein Rechte auch auf diese Novelle wieder zurück, da der Bewerber bisher meines Wissens die Uebersetzung nicht in Angriff genommen hat. Ueber die Honorarbedingungen wird Frau Hofrätin Zuckerkandl mit Ihnen reden. / Mit verbindlichem Dank für Ihr freundliches Interesse und Ihre liebenswürdigen Worte / Ihr sehr ergebener / Raum für die Unterschrift / Herrn Alzir Hella, Paris, 18, rue de l’Odéon« (Brief von Schnitzler an Alzir Hella, 19. 2. 1923, DLA, HS.1985.1.969). Wie aus einem Brief Fischers an Schnitzler hervorgeht, hatte sich Hella zu Beginn des Jahres zunächst an den Fischerverlag gewand (vgl. Arthur Schnitzler: Mikrofilme, 1416743_0576), wenig später kontaktierte er Schnitzler direkt (vgl. Arthur Schnitzler: Mikrofilme, 1416739_0263). Er übersetzte schließlich gemeinsam mit Olivier Bournac drei Texte von Schnitzler. Als erstes erschien 1925 mit Mourir eine Neuübersetzung von Sterben, danach kamen noch Madame Beate et son fils (Oktober–November 1928) und Le Célibataire (Der Tod des Junggesellen, März 1929). Emma Cabire wurde mit der Übersetzung von Das weite Land betraut.
Viele … missbilligen ↑ Seit dem 11. 1. 1923 hatten französische Truppen im Streit um die durch den Versailler Vertrag festgesetzten deutschen Reparationszahlungen das Ruhrgebiet besetzt, was auch in Frankreich kontrovers diskutiert wurde.
Bei Fragen, Anmerkungen, Kritik, aber gerne auch Lob, kontaktieren Sie bitte Martin Anton Müller.
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E: acdh-helpdesk(at)oeaw.ac.at
| Versand: | 27. 2. 192[3?] Zuckerkandl, Berta Paris |
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|---|---|---|
| Empfang: | [28. 2. 1923
– 4. 3. 1923?] Schnitzler, Arthur Wien |
| Signatur | GB, Cambridge, University Library, Schnitzler, B 200 |
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| Typ | Kartenbrief |
| Beschreibung | 564 Zeichen |
| Handschrift | schwarze Tinte, lateinische Kurrentschrift |
| Zufügungen | |
| Versand | Stempel 1:
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Stempel 2:
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Eine zitierfähige Angabe dieser Seite lautet:
Berta Zuckerkandl an Arthur Schnitzler, 27. 2. 192[3?]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L04001.html (Abfrage 4. 2. 2026)
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{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L04001.html |titel=Berta Zuckerkandl an Arthur Schnitzler, 27. 2. 192[3?] |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton
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