|Wien, 1. Mai 1902.
Sehr geehrter Herr, ich freue mich, zu hören, dass wir uns »eigentlich« bereits kennen, wenn ich’s auch vergessen hatte. Gott! muss ich damals bei Zuckers unausstehlich gewesen sein! Wollen sie es trotzdem riskiren und mir die Freude machen, zu mir zu kommen? Vielleicht an einem Nachmittag zum Thee, so um 5 Uhr? Ich würde mich sehr freuen. Der Tag wäre mir für die nächste Zeit ganz gleich. Nur würde |ich Sie bitten, mich vorher wissen zu lassen, an welchem Tag ich Sie erwarten darf, um Sie nicht zu verfehlen.
Denken Sie: ich kenne »Freiwild« noch nicht. Aber jetzt will ich’s mir ansehen. Das »deutsche Theater« bringt es ja diesmal, glaube ich.
Mit guten Grüssen
Ihre ganz ergebene
E. Marriot.
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