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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 7. 12. 1901
Schnitzler, Arthur
Wien
Empfang: [8. 12. 1901 – 12. 12. 1901?]
Rilke, Rainer Maria
Westerwede
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.2022.81
Typ Brief
Beschreibung 2 Blätter, 4 Seiten, 1.325 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Rainer Maria Rilke, 7. 12. 1901. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L04344.html (Abfrage 26. 8. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L04344«.

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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Samstag, 7. 12. 1901

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Gedruckte Briefwechsel

Arthur Schnitzler an Rainer Maria Rilke, 7. 12. 1901

Quelle: Arthur Schnitzler: Briefe 1875–1912. Hrsg. v. Therese Nickl u. Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1981.

Weiteres

Arthur Schnitzler an Rainer Maria Rilke, 7. 12. 1901

|mein lieber Herr Rilke, es ist kaum denkbar, schöner über mein kleines Stück auszusprechen, als Sie in Ihrem letzten Briefe gethan, und ich danke Ihnen herzlich für Ihr Verstehen und für Ihre Freundschaft.
Mit der Zusendung Ihres Buches haben Sie mir Freude gemacht. Die erste Skizze kannte ich schon aus den Flugblätternsie scheint mir |geistreicher als lebendig. Die Novellette »Der Liebende« sähe ich am liebsten als Einakter. Ich glaube es bräuchte nicht viel, um ein sehr feines Drama draus zu machen. Vielleicht nur einige Striche. – Die »Letzten« haben mir auch direkt einen Fehler, um den Sie von manchen beneidet werden könnten. Es ist zu viel drin – ein letztes Kapitel, in das Sie den Inhalt |alles des vorhergegangnen, verschwiegnen hineindrängen wollten. So sind sie nicht durchaus zur höchsten Klarheit gekommen. Allerdings war das auch nicht Ihre Absicht.
Wie gern möcht ich noch mehr und über allerlei andres mit Ihnen reden – mit Ihnen: das heißt: auch gleich Ihre Gegenrede hören. Kommen Sie nicht wieder einmal nach Wien? |Oder wenigstens nach Berlin (wo ich Anfang Jänner sein dürfte?) Auf Ihr Stück bin ich schon durch Berger gespannt worden, der mir neulich davon gesprochen hat.
Ich grüße Sie vielmals und herzlich.
Auch Ihrer verehrten Frau danke ich für die freundliche Theilnahme an meinen Sachen.
Ihr Arth Schnitzler
Wien, 7. 12. 901.
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar