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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 8. 1. 1915
Schnitzler, Arthur
Wien
Empfang: [9. 1. 1915 – 13. 1. 1915?]
Brandes, Georg
Kopenhagen
Textzeuge 1
Signatur Dk, Kopenhagen, Det Kongelige Bibliotek, Georg Brandes Arkiv, box 125
Typ Postkarte
Beschreibung 1.043 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, lateinische Kurrentschrift
Zufügungen
Versand Stempel 1:
Stempel 2:
  • Vorgang: Überprüft
Veröffentlichung 1
Georg Brandes, Arthur Schnitzler: Ein Briefwechsel. Herausgegeben von Kurt Bergel. Bern: Francke 1956, S. 114.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Georg Brandes, 8. 1. 1915. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02202.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02202«.

Wikipedia-Vorlage
{{Internetquelle |url=https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02202.html |titel=Arthur Schnitzler an Georg Brandes, 8. 1. 1915 |werk=Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren |hrsg=Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke |sprache=de |datum=1915-01-08 |abruf=2026-06-18 }}
Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Freitag, 8. 1. 1915

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Arthur Schnitzler an Georg Brandes, 8. 1. 1915

|Herrn
Georg Brandes

|Dr. Arthur Schnitzler
Wien XVIII. Sternwartestrasse 71
8. 1. 15
verehrter lieber Freund, ich danke Ihren für Ihre Karte und freue mich auf Ihr Goethebuch. Mit welcher Ergriffenheit denk ich noch heute Ihres Shakespeare – des Schlusses besonders – in dem Sie – so schien mir damals – Ihr Allereigenstes – viel selbstdurchlittenes hineingeheimnist hatten!
– Auch ich versuche meinen Kopf aus diese düster-wirren Zeit in phantastischere Lüfte emporzustecken; aber es gelingt nicht immer, uns rühren gar zu viele Wirbel an; man sieht, hört zu vieles, spricht mit Heimgekehrten, Hinausziehenden, – möchte irgendwie das seine thun – wärs auch nur für spätre Zeiten;– aber solange die Politik noch nicht Geschichte geworden ist, ist der Blick nicht hell |genug. – Von Ihren letzten Artikeln ist mir nur ein erschütternder über die Juden in Polen vor Augen gekommen. Ich wünsche Ihnen zum neuen Jahr weitre Arbeitsfreudigkeit, und für Ihre Lieben alles gute – und für uns alle eine bessre Zeit der Gerechtigkeit, der Einsicht, des Friedens! Wir grüßen Sie von Herzen! Ihr Arthur Schnitzler
    Bildrechte © Det Kongelige Bibliotek, Kopenhagen