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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 26. 9. 1915
Adam, Robert
Wien
Empfang: [26. 9. 1915 – 30. 9. 1915?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.4230,11
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 3 Seiten, 1.641 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler 1) mit Bleistift beschriftet: »Adam«
2) mit rotem Buntstift drei Unterstreichungen
Textzeuge 2
Signatur A, Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod.ser. 52.267, 109–110
Typ Briefentwurf
Beschreibung Maschinenschriftliche Abschrift, 2 Blätter, 2 Seiten, 1.641 Zeichen
Herstellung Schreibmaschine

Textqualität

Diese Abschrift wurde noch nicht ausreichend mit dem Original abgeglichen. Sie sollte derzeit nicht – oder nur durch eigenen Abgleich mit dem Faksimile, falls vorliegend – als Zitatvorlage dienen.

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Robert Adam an Arthur Schnitzler, 26. 9. 1915. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L02219.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L02219«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Sonntag, 26. 9. 1915

Aufenthaltsorte
Arthur Schnitzler digital (Werke 1905–1931)
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Robert Adam an Arthur Schnitzler, 26. 9. 1915

|Wien, am 26. September 1915

Hochverehrter Herr Doktor!

Es hat mir außerordentlich leid getan, Sie bei meinem Besuche nicht anzutreffen. Ich wollte Ihnen die für mich sehr schmerzliche Mitteilung machen, daß der Fischer’sche Verlag »weder einen inneren noch einen äußeren Anlaß« gefunden hat, die »Fremdenszenen« zu übernehmen, und ich benütze jetzt den ersten Moment der Ruhe, den mir Amtsgeschäft und die endlosen Mühen der Übersiedlung nach Wien freilassen, Ihnen diese Nachricht, die Ihnen wohl schon direkt zugekommen sein mag, zu übermitteln.
Daß ich Ihnen für Ihre gütige Vermittlung außerordentlich dankbar bin und daß mich das |Interesse, das Sie als Einziger meinen Arbeiten entgegenbrachten, innerlich stärkt und tröstet, habe ich Ihnen schon gesagt und ich werde nicht müde, Ihnen meinen Dank zu wiederholen.
Ich bin seit einiger Zeit von Zistersdorf nach Wien versetzt, hier provisorisch dem Bezirksgericht Floridsdorf zugeteilt und verbringe meine Tage auf der Elektrischen (der Weg von Meidling nach Floridsdorf isschrecklich weit!) und mit der Aburteilung größtenteils recht uninteressanter Straffälle.
Meine unglückselige Arbeit verschließe ich, indem ich diese Enttäuschung, wie so viele früher, geduldig trage, zu den andern nicht glücklicheren Arbeiten in die Schreibtischlade und warte auf bessere Zeiten, um mit einer neuen Arbeit den Kampf um Geltung in einer Literatur wiederaufzunehmen, die von mir halt absolut nichts wissen will. Daß ich die|sen Kampf noch nicht aufgegeben habe, ist mir einigermaßen selbst rätselhaft. –
Mit der Versicherung meiner Dankbarkeit und Hochachtung Ihr sehr ergebener
DrRAdam
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar