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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 16. 1. [1902]
Goldmann, Paul
Berlin
Empfang: [17. 1. 1902 – 21. 1. 1902?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.3172
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 2 Seiten, 1.400 Zeichen
Handschrift blaue Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler 1) mit Bleistift das Jahr »902« vermerkt
2) mit rotem Buntstift vier Unterstreichungen

Textqualität

Diese Abschrift wurde noch nicht ausreichend mit dem Original abgeglichen. Sie sollte derzeit nicht – oder nur durch eigenen Abgleich mit dem Faksimile, falls vorliegend – als Zitatvorlage dienen.

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 16. 1. [1902]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03193.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03193«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Donnerstag, 16. 1. 1902

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Weiteres

Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 16. 1. [1902]

Berlin, 16. Januar.

Mein lieber Freund,

Diesmal hast Du mich, wie ich glaube, mißverstanden. Deine Standrede hat mich überrascht, weil mein letzter Brief ganz harmlos gemeint war. Aber ich mag nicht darauf erwidern. Ich habe keine Zeit zur Polemik; ich schreibe lieber an dem Feuilleton über Deine Stücke weiter. Bin ich wirklich so kolossal empfindlich? Ich finde, es ist bequem, irgendwelche Differenzen durch die Empfindlichkeit des Anderen zu erklären. Man erspart sich selbst dadurch jedes Gefühl der Verantwortung. Aber es gäbe vielleicht auch eine andere Erklärung. Beispielsweise die, daß von Dir zu mir nicht Alles in Ordnung ist – vielleicht schon seit Jahren nicht in Ordnung ist. Außer über meine Empfindlichkeit solltest Du auch darüber einmal nachdenken.
Du hast gewünscht, wir sollten grob zu einander sein. Bin ich grob genug? Aber lassen wir es dabei |bewenden. Diese Diskussionen führen zu nichts.
Ich wäre Dir sehr dankbar, wenn Du Trebitsch bewegen könntest, von der Lorenzaccio-Übersetzung abzusehen. Vielleicht mache ich mich doch noch einmal an diese Arbeit.
Kanner, der in Berlin weilt, war bei mir. Die Umwandlung der »Zeit« in ein Tagesblatt ist beschlossene Sache.
Alice Bondy zeigt mir ihre Verlobung mit einem Dr. Ziegler an.
Es thut mir unendlich leid, daß Olga sich so plagen muß. Versichere sie meiner herzlichsten Antheilnahme und grüße sie vielmals.
Auch Du sei von Herzen gegrüßt.
Dein
Paul Goldm
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar