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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 17. 3. [1903]
Goldmann, Paul
Berlin
Empfang: [18. 3. 1903 – 22. 3. 1903?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.NZ85.1.3173
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 4 Seiten, 1.465 Zeichen
Handschrift blaue Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Schnitzler 1) mit Bleistift das Jahr »903« vermerkt
2) mit rotem Buntstift eine Unterstreichung

Textqualität

Diese Abschrift wurde noch nicht ausreichend mit dem Original abgeglichen. Sie sollte derzeit nicht – oder nur durch eigenen Abgleich mit dem Faksimile, falls vorliegend – als Zitatvorlage dienen.

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 17. 3. [1903]. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03369.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03369«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Dienstag, 17. 3. 1903

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Paul Goldmann an Arthur Schnitzler, 17. 3. [1903]

Berlin, 17. März.

Mein lieber Freund,

Ich habe mit großer Freude gelesen, daß Du den Bauernfeld-Preis erhalten hast, u. beglückwünsche Dich (auch im Namen meiner Mutter) auf das Herzlichste.
Auch höre ich, daß die »Beatrice« gut geht. Frau Fulda sagte es mir; sie fügte hinzu, Sonntag sei das Haus ausverkauft gewesen. |Auch das freut mich von Herzen.
Heut habe ich nun endlich mein Feuilleton abgesandt. Ich habe zehn Tage lang damit gerungen – wahrhaft gerungen – habe allein den Anfang vier Mal neu geschrieben. Das Stück hat mir, je mehr ich darauf einging, immer weniger gefallen. Ich finde es, bei allen dichterischen Eigenschaften, innerlich klein. Nun habe ich mich aufs Äußerste angestrengt, |gerecht zu sein, mit jedem Worte. Mein Gewissen sagt mir, daß ich es gewesen bin. Was Du sagen wirst, weiß ich nicht. Aber ich verwünsche mein Schicksal und ich frage mich, ob man dazu einen einzigen nahen und lieben Freund hat, um gegen ihn – öffentlich, vor allen Leuten – gerecht zu sein? Vielleicht übrigens mißfällt das Feuilleton in der Redaktion und es erscheint |gar nicht. Das wäre mir das Liebste.
Auch zu dem Erfolge der »Lebendigen St.« in Wien beglückwünsche ich Dich auf das Herzlichste. Wird nun der Herr Schlenther sich nicht endlich rühren?
Dank für Deine lieben Zeilen aus Wien! Ich bin traurig, wie zuvor. Mein ganzes Leben ist voll von dieser Frau, die mich längst vergessen hat.
Leb’ wohl, mein lieber Freund! Grüße Olga u. sei Du selbst vielmals gegrüßt von Deinem
getreuen Paul Goldm
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar