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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 9. 1. 1897
Plessner, Elsa
Meran
Empfang: [10. 1. 1897 – 12. 1. 1897?]
Schnitzler, Arthur
Wien
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, HS.1985.1.419
Typ Brief
Beschreibung 2 Blätter, 3 Seiten, 1.479 Zeichen
Handschrift schwarze Tinte, lateinische Kurrentschrift

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Elsa Plessner an Arthur Schnitzler, 9. 1. 1897. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03711.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03711«.

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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Samstag, 9. 1. 1897

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Mikroverfilmung des Nachlasses

Mappe A86

Datumsangabe auf Blatt von Das Vermächtnis. Schauspiel in drei Akten, Dritter Akt

Kalliope Verbundkatalog
Kalliope Verbundkatalog
Weiteres

Elsa Plessner an Arthur Schnitzler, 9. 1. 1897

|Meran, Pension Wolf, den 9. 1. 97.

Hochverehrter Herr Doctor!

Herzlichen Dank für Ihre freundlichen Zeilen. Sie sagen mir nichts Überraschendes. Eine halbe Stunde nachdem die Arbeit an Sie abgeschickt war, habe ich es auch schon selber gewusst: – Wenn ich aufrichtig sein soll – im Schreiben selbst hat mein Gewissen »veto« geschrien. Aber ich schrie noch lauter – vide 2 Briefe an Sie! – Na – passé! – – Dass es rapid abwärts ging, habe ich im letzten Jahr genug oft bemerkt, nachdem ich kaum ein bisschen hinaufgekommen war, dass ich fertig bin, total fertig, weiß ich |seit einem halben Jahr – also Ihr Urtheil über »Orchideen« nur das Siegel auf der Urkunde! Ich habe mich an die Arbeit (Orch.) geklammert – denn ich dachte entweder – oder! – Aber es ist – oder! Und das ist mir nicht neu! – Ich sehe es ja auch ganz deutlich ein und weiß trotzdem Sie daran zweifeln, wie recht Sie haben! – Also lassen wir die Tinte – ! Es kommt für mich nichts dabei heraus – das weiß ich auch besser wie Sie – wenn Sie |mich auch, gut wie Sie sind, mit einem talentirten Schüler vergleichen! – Ich weiss ja auch, woher das kommt »und Sie können es nicht wissen« – Das ist eine Wurzelkrankheit bei mir! Darum lauter misslungene Blüten! – Und da hilft nichts! –
Also nochmals herzlichen, herzlichen Dank für Ihre Geduld und Güte! – Besser machen können Sie freilich nichts, als es ist! – Darum werde ich Sie auch in Zukunft verschonen – und sehen, wie s ohne Feder geht. Herzlichen innigen Dank!
Elsa Plessner.
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar