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Überlieferung

Versand  Empfang
Versand: 6. 11. 1924
Schnitzler, Arthur
Wien
Empfang: [7. 11. 1924 – 11. 11. 1924?]
Zweig, Stefan
Salzburg
Textzeuge 1
Signatur ISR, Jerusalem, National Library of Israel, ARC. Ms. Var. 305 1 58 Stefan Zweig Collection
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 1 Seite, 1.505 Zeichen
Herstellung Schreibmaschine
Handschrift Bleistift, lateinische Kurrentschrift (minimale Korrekturen, Schlussformel, Unterschrift)
Veröffentlichung 1
Arthur Schnitzler: Briefe 1913–1931. Herausgegeben von Peter Michael Braunwarth, Richard Miklin, Susanne Pertlik, Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1984, S. 372–373.

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Stefan Zweig, 6. 11. 1924. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L03754.html (Abfrage 18. 6. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L03754«.

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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Donnerstag, 6. 11. 1924

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Schnitzler – S. Fischer
Kalliope Verbundkatalog

Schnitzler, Arthur an Locker, Johanna [Briefe]

1 Bl. Mit 1 weit. Ex. 1 Bl.Durchschl.

Weiteres

Arthur Schnitzler an Stefan Zweig, 6. 11. 1924

|Dr Arthur Schnitzler 6. 11. 1924.

Lieber Herr Dr. Zweig.

Es freut mich herzlich, dass Ihnen das »Fräulein Else« so wohlgefällt. Eine trouvaille ist es eigentlich nicht, dieselbe Technik habe ich ja im »Leutnant Gustl« schon angewandt. Es ist eigentlich merkwürdig, dass sie seitdem so selten benützt wurde, da sie ganz ausserordentliche Möglichkeiten bietet. Freilich eignen sich nur wenige Sujets dazu, sonst hätte wahrscheinlich vor allem ich selbst von dieser Form öfters Gebrauch gemacht. Als der »Leutnant Gustl« neu war sagte man mir, dass in einer Novelle von Dujardin »Les Lauriers sont coupés« eine ähnliche Technik angewandt worden sei; die Angabe stimmte nicht ganz. Nach Georg Brandes sollte die »Krotkaja« von Dostojewsky sich der gleichen Technik bedienen, aber auch das trifft eigentlich nicht zu.
Ihr Bedenken wegen der Summe kann ich wohl verstehen. Es ist schon möglich, dass ich, wie die übrigen österreichischen Millionäre in unserem Nullenwahnsinn a priori falsch eingestellt war; andererseits gebe ich Ihnen zu erwägen, dass Dorsday immerhin an einem Bild achtzigtausend Gulden verdient hatte, was schon damals vorkam; ferner dass durch die Höhe der Summe auch seine Forderung für das Publikum gewissermassen entschuldbarer wird; – und endlich spielten gewisse persönliche Jugenderinnerungen in die finanzielle Partie meiner Novelle hinein, nach denen sich die von mir genannte Summe durchaus im Bereich des Wahrscheinlichen bewegt.
Nochmals herzlichen Dank, viele Grüsse und auf baldiges Wiedersehen
[handschriftlich:] Ihr Arthur Schnitzler
    Bildrechte © National Library of Israel, Jerusalem